Deutsches Skynex-Luftverteidigungssystem an die Ukraine ausgeliefert

Nachdem die ukrainischen Streitkräfte über 50 Flakpanzer Gepard von Deutschland erhalten haben, stellen sie mit dem Skynex-System von Rheinmetall das zweite deutsche Luftverteidigungssystem auf Rohrwaffenbasis in Dienst.

Wie auf der offiziellen Webseite der Bundesregierung zu den Unterstützungsleistungen für die Ukraine zu lesen ist, wurde mittlerweile ein Luftverteidigungssystem Skynex inklusive Munition der Ukraine übergeben. Ein weiteres soll folgen.

Presseberichten aus dem vergangenen Jahr zufolge, sollen die zwei Skynex-Systeme  einen Wert von etwa 180 Millionen Euro aufweisen. Laut Hersteller kommt bei dem System die Revolver Gun Mk3 mit Ahead-Technologie von Oerlikon zum Einsatz. Diese Waffe könne Daten von 3D- und 2D-Such- und Erfassungsradaren empfangen und verarbeiten. Die in einem Turm eingerüstete 35mm-Kanonenlösung auf einer ISO-1D-Lafette verfüge über eine autonome Suchfunktion des integrierten X-Band-Trackingradars. Die Zielverfolgung und -bekämpfung werde automatisch durch den integrierten Feuerleitcomputer berechnet und durchgeführt. Die Zuweisung und Führung erfolgen durch ein räumlich getrenntes Befehls- und Waffeneinsatzsystem. Die Waffe kann von einem Lkw oder auch abgesetzt genutzt werden.

Nach Angaben von Rheinmetall basiert das Skynex-System auf dem Konzept, die Luftraumüberwachung von den Effektoren zu separieren. Durch diese Modularität könne, je nach Mission, die benötigten Mittel an das Führungsnetz angeschlossen werden. Damit sei die Integration von Radaren verschiedener Hersteller genauso möglich, wie die Einbindung weiterer Flugabwehr-Effektoren.

lah