Rheinmetall erhält Auftrag für Schutzausstattung

Der Düsseldorfer Rüstungs- und Automotive-Konzern Rheinmetall hat nach eigenen Angaben einen weiteren Großauftrag im Bereich der Schutzausrüstung für Personal im medizinischen und im pflegerischen Bereich erhalten.  Das Unternehmen sei vom Bund im Juli beauftragt worden, persönliche Schutzausrüstung (PSA) im Wert von rund 16 Mio EUR netto zu liefern, schreibt Rheinmetall in einer Mitteilung. Der Auftrag umfasse hohe Stückzahlen von Atemschutzmasken in verschiedenen Ausführungen, Schutzanzüge und -brillen sowie Handschuhe.

Bereits seit der Frühphase der COVID-19-Bedrohungslage leistet der Technologiekonzern nach eigener Angabe Beiträge, um dem Mangel an PSA-Material entgegenzuwirken. Bis heute habe Rheinmetall rund 20 Lkw-Ladungen an den behördlichen Kunden geliefert, darunter vor allem Atemschutzmasken sowohl des Typs FFP-2 wie auch einfachere OP-Masken.
Der Konzern erwartet für das laufende Jahr aus dem Rahmenvertrag Bestellungen über PSA-Materialien im Wert von etwa 100 Mio EUR.

Mit seiner globalen Aufstellung und Präsenzen in 30 Ländern, darunter in China, verfüge Rheinmetall über ein tragfähiges industrielles Netzwerk und zuverlässige Lieferquellen für Produkte, die höchsten medizinischen Ansprüchen genügen, schreibt das Unternehmen in der Mitteilung.

Mittlerweile hat der Bund zur Deckung des unverändert hohen Bedarfs in Deutschland einen exklusiven Rahmenvertrag mit dem Rheinmetall-Konzern geschlossen, der die Lieferung etlicher Millionen Artikel an medizinischer Schutzausstattung in den kommenden Monaten umfasst, wie aus der Meldung hervorgeht. Damit sei Rheinmetall mittlerweile zu einem Hauptlieferanten von medizinischer Schutzausstattung in Deutschland geworden. Der jetzige Abruf sei diesem Rahmenvertrag zuzuordnen.
lah/12/5.8.2020