Streitkräfte beschaffen 24 Panzerhaubitzen in Südkorea

Das norwegische Verteidigungsministerium wird seinen Bedarf an neuer Rohrartillerie in Südkorea decken. Die norwegische  Defence Materiel Agency hat nach eigenen Angaben mit dem sükoreanischen Anbieter Hanwha Land Systems am vergangenen Mittwoch einen Liefervertrag für 24 neue Panzerhaubitzen im Kaliber 155 mm unterzeichnet. Der Vertragswert wird mit rund 1,8 Mrd NOK beziffert.

Die Haubitze vom Typ  K9 Thunder sei ein marktverfügbares System, das den speziellen Anforderungen der norwegischen Streitkräfte entspreche, teilte die Beschaffungsbehörde mit. Darüber hinaus habe Hanwha gezeigt, dass das Unternehmen in der Lage sei, die Lieferung im vorgesehenen Zeit- und Kostenrahmen zu vollziehen. Hanwha sei der Wettbewerber gewesen, der das höchste Maß an Übereinstimmung mit den Anforderungen der norwegischen Armee erzielt habe. Den Angaben zufolge hat auch KMW mit der Panzerhaubitze 2000 an der Ausschreibung teilgenommen.  Daneben waren Nexter mit dem radgestützten Caesar-System sowie Ruag mit Kawest vertreten

Nach Aussage einer Sprecherin der Behörde umfasst der Vertrag neben den 24 Panzerhaubitzen auch die zugehörigen Munitionsversorger des Typs K10 sowie die Option auf weitere 24 Haubitzen. Neben dem Beschaffungsvertrag wurde auch ein Kontrakt über die Logistik-Versorgung während der Nutzungsperiode der Waffen unterschrieben. Darin sei auch der Aufbau eines so genannten Center of Excellence in Norwegen vereinbart worden. Für dieses Center werde Hanwha Test-Ausrüstung sowie Trainingsmaterial liefern und technisches Know-how mit der norwegischen Seite austauschen.

Dem Center of Excellence soll laut  Defence Materiel Agency  eine Schlüsselrolle für das Lebenszyklus-Management der Waffen zukommen. Überdies wollen die Norweger anderen Staaten mit ähnlichen Systemen Service-Leistungen anbieten. Erst kürzlich hat sich auch Finnland für die Beschaffung der K9 in Südkorea entschieden.

Die Vorserienmodelle der K9 sollen für Tests im Jahr 2019 zulaufen, während die Hauptlieferungen 2020 beginnen.  2021 solle ein Artilleriebataillon einsatzbereit sein, hieß es weiter.
lah/12/21.12.2017