Saab will offenbar weitere Anteile an UMS Skeldar übernehmen

Bei den Eigentumsverhältnissen des schweizerisch-schwedischen Joint Ventures UMS Skeldar scheinen sich Veränderungen anzubahnen. Das auf den Bau von unbemannten Hubschrauberdrohnen spezialisierte Unternehmen, das sich im Gemeinschaftsbesitz des schwedischen Rüstungskonzerns Saab sowie der Schweizer UMS Aero Group befindet, könnte womöglich schon bald von den Schweden kontrolliert werden. Wie es aus gut informierten Kreisen heißt, soll Saab eine Übernahme von wesentlichen Anteilen des Partnerunternehmens anstreben.

Bislang hat UMS Skeldar nach eigenen Angaben seinen Hauptfirmensitz in der Nähe von Basel. Produktionsstätten bestehen sowohl im schweizerischen Möhlin als auch im schwedischen Linköping, wo die Unmanned Aerial Systems  des Unternehmens hergestellt werden.

UMS Skeldar ist Lieferant der unbemannten Drohne Skeldar V-200 für die deutsche Marine. Das Bundeswehr-Beschaffungsamt BAAINBw hatte vor rund zwei Jahren die Firma Elektroniksystem und Logistik GmbH (ESG) als Hauptauftraggeber und Systemintegrator beauftragt, drei Systeme des unbemannten Drehflüglers „Sea Falcon“ zu liefern. Die Systeme, deren Hauptkomponenten aus je zwei Luftfahrzeugen vom Typ Skeldar V-200 und einer Bodenkontrollstation bestehen, sind für den Einsatz auf den Korvetten der Klasse K130 vorgesehen. Das System soll den Schiffen die Aufklärung und Identifizierung von Seezielen außerhalb der Reichweite der bordeigenen optischen Sensoren ermöglichen.

Wie es in einer Mitteilung des BAAINBw seinerzeit hieß, stellt die Beauftragung der ESG mit der Integration der drei Systeme eine der Serienbeschaffung vorgeschaltete Pilotphase dar.
lah/15.12.2023