Anzeige

Rheinmetall entwickelt gepanzertes Radfahrzeug mit polnischem Partner

Das Rheinmetall -Tochterunternehmen MAN Military Vehicles GmbH (RMMV) hat einen Kooperationsvertrag mit dem polnischen Rüstungsunternehmen Polska Grupa Zbrojeniowa SA (PGZ) und dessen Tochtergesellschaft Obrum sp. z o.o. zur Entwicklung eines neuen amphibischen Radfahrzeuges unterzeichnet.

Nach Angaben von Rheinmetall soll ein gepanzertes 6×6-Radfahrzeugs gebaut werden, das sich an den Anforderungen der polnischen Armee im Beschaffungsprogramm LOTR (Leichtes gepanzertes Aufklärungsfahrzeug) orientiert und auch auf die Einsatzerfordernisse anderer Nationen ausgelegt ist.

Bei einem zulässigen Gesamtgewicht von bis zu 20 Tonnen soll das LOTR 3,5 Tonnen Nutzlast aufnehmen. Durch ein Vertriebs-Joint-Venture wollen RMMV und PGZ die Voraussetzungen dafür schaffen, das Fahrzeug auch international zu vermarkten.

Pietro Borgo, RMMV-Geschäftsführer und Bereichsvorstand von Rheinmetall Defence sieht den Entwicklungsvertrag als einen ersten Schritt zu einer erfolgversprechenden grenzübergreifenden strategischen Allianz im Bereich militärischer Radfahrzeuge. „Mit dieser Allianz entsprechen wir auch der Notwendigkeit einer intensiveren rüstungsindustriellen Kooperation in Europa.“ Man wolle das modernste verfügbare 6×6-Radfahrzeug in der Gewichtsklasse unter 20 Tonnen entwickeln.

PGZ ist eine polnische Holdinggesellschaft, die Anteile an verschiedenen Unternehmen im Verteidigungssektor des Landes besitzt. Eines dieser Unternehmen ist Obrum, ein 1968 gegründetes Forschungs- und Entwicklungszentrum für Waffensysteme, das sich zu 90 Prozent in Besitz von PGZ befindet.
lah/12/27.5.2015