Neue Triebwerke für den Schützenpanzer Puma

Die Bundeswehr beschafft 53 neue Triebwerke für den Schützenpanzer Puma, die als Umlaufreserve dienen sollen. Wie das Bundeswehr-Beschaffungsamt BAAINBw in einer Mitteilung schreibt, wurde hierfür kürzlich ein Vertrag zwischen mit der Firma Rolls-Royce Solutions GmbH, ehemals MTU Friedrichshafen, in Volumen von 129 Millionen Euro geschlossen. Die Auslieferung der ersten Triebwerke ist den Angaben zufolge für Mai 2024 geplant und soll gestaffelt bis Juni 2025 abgeschlossen sein. Es handele sich um den volumenstärksten Auftrag im Rahmen des Ersatzteilfolgebedarfs der vergangenen Jahre.

Um die Einsatzbereitschaft des Schützenpanzers Puma auf Dauer gewährleisten zu können, müssen die Triebwerke in festgelegten Intervallen einer Generalüberholung unterzogen werden, wie das BAAINBw schreibt. Hierfür benötige die Bundeswehr ausreichend Ersatztriebwerke als sogenannte Umlaufreserve. Mit dem nun geschlossenen Vertrag werde die Bundeswehr über ausreichend Ersatztriebwerke verfügen, was gleichzeitig die Einsatzbereitschaft der Fahrzeuge für die Ausbildung, Übungen und einsatzgleichen Verpflichtungen deutlich erhöhe.

Die Generalüberholung der Triebwerke beim Puma findet laut BAAINBw alle 1.000 Betriebsstunden, nach einer Laufleistung von 10.000 km oder alle zehn Jahre statt. Hierfür müssen die Triebwerke im Vorfeld der anschließenden Wartung aus den Schützenpanzern ausgebaut und gegen andere Triebwerke ausgetauscht werden. Die Dauer der Generalüberholung beträgt nach Angaben des Auftragnehmers circa ein Jahr.
lah/12/4.12.2023