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Schützenpanzer Puma an Bundeswehr übergeben

Die beiden Rüstungskonzerne Rheinmetall und Krauss-Maffei Wegmann (KMW) haben den gemeinschaftlich entwickelten Schützenpanzer Puma heute offiziell an die Bundeswehr übergeben.

Damit beginne die Nutzungsphase des seit 2004 entwickelten Panzers, schreiben die Hersteller in einer Pressemitteilung.

Der Puma soll den seit Anfang der 70er Jahre in der Panzergrenadiertruppe eingesetzten Schützenpanzer Marder ersetzen. Die Auslieferung der insgesamt 350 neuen Schützenpanzer wird sich den Angaben zufolge bis 2020 erstrecken. Das Gesamtvolumen des Auftrags für die Projektgesellschaft PSM umfasse inklusive der separat beauftragten Zusatzausstattungen rund 4,3 Mrd EUR. PSM ist ein Joint Venture, das von Rheinmetall und KMW mit je 50 Prozent der Anteile getragen wird.

Neu am Puma ist unter anderem, dass für die 30mm-Maschinenkanone programmierbare Munition für ein breites Zielspektrum verwendet werden kann. Laut Hersteller ist es möglich, auch Ziele hinter Deckungen zu bekämpfen. Die Höchstgeschwindigkeit wird mit 70 km/h angegeben. Ein modulares Schutzsystem mit aktiven und passiven Komponenten

soll die Besatzung vor Minen, Sprengfallen, Bomblets, Splittern und anderen ballistischen Bedrohungen schützen. Darüber hinaus verfügt das Fahrzeug über eine digitalisierte Führungsausstattung sowie moderne Optiken.

 

Die Nutzung des Puma in der Bundeswehr beginnt laut Meldung mit der Ausbildung der Ausbilder. Diese werde am Ausbildungszentrum Munster noch bis Ende des laufenden Jahres durchgeführt. Dort sei eine Einführungsorganisation aufgestellt worden, die die Erstausbildung der Panzergrenadierkompanien am Schützenpanzer Puma für jeweils drei Monate ermöglicht.

Für die Instandsetzung und technisch-logistische Betreuung ist laut Meldung die Projektgesellschaft PSM GmbH verantwortlich.
lah/12/24.6.2015

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