U-Boote: tkMS und Mazagon Dock Shipbuilders wollen kooperieren

Der deutsche Werftkonzern thyssenkrupp Marine Systems (tkMS) hat heute mit der indischen Mazagon Dock Shipbuilders Limited im Mumbai eine Absichtserklärung über den potenziellen Bau von konventionellen U-Booten mit außenluftunabhängigem Antrieb unterzeichnet. Wie tkMS in einer Mitteilung weiter ausführt, wird mit der Unterzeichnung der Grundstein für eine mögliche Zusammenarbeit gelegt, um sich an der geplanten U-Boot-Beschaffung der indischen Marine zu beteiligen. Der Mitteilung zufolge war auch Verteidigungsminister Boris Pistorius bei der Zeremonie anwesend.

Im Rahmen des Memorandum of Understanding wurde demnach festgehalten, dass tkMS im Falle einer Beauftragung die Konstruktion und das Design der U-Boote sowie beratende Tätigkeiten übernehmen würde. Mazagon Dock Shipbuilders wäre für den Bau und die Ablieferung der U-Boote verantwortlich. Der Bau der neuen U-Boote würde der Vereinbarung zufolge in Indien erfolgen und somit einen wesentlichen Beitrag zur lokalen Wertschöpfung leisten.

Beide Unternehmen haben bereits bei der Umsetzung großer Projekte in Indien kooperiert.  thyssenkrupp Marine Systems hat nach eigenen Angaben bereits in der Vergangenheit U-Boote für die indische Marine gebaut und erfolgreich abgeliefert. Die vier U-Boote der HDW-Klasse 209 wurden in den 1980er Jahren im Rahmen einer erfolgreichen deutsch-indischen Kooperation hergestellt. Die Boote eins und zwei wurden von thyssenkrupp Marine Systems (damals HDW in Kiel) gebaut, die Boote drei und vier wurden von Mazagon Dock Shipbuilders Limited in Mumbai gefertigt. Alle vier U-Boote sind auch heute noch in Indien im Dienst.

Presseberichten zufolge ist neben tkMS nur noch das südkoreanische Unternehmen Daewoo Shipbuilding & Marine Engineering im Wettbewerb um die neuen indischen U-Boote.
lah/12/7.6.2023