Japan erhält Beobachter-Status von der OCCAR

Japan hat jetzt offiziell den Beobachter-Status für das europäische Rüstungsprojekt zur Entwicklung der Eurodrohne, einem Medium Altitude, Long Endurance Remotely Piloted Air System (MALE RPAS), erhalten. Wie die europäische Rüstungsagentur OCCAR in einer Mitteilung schreibt, hat der japanische Botschafter in Deutschland, Hidenao Yanagi, den sogenannten Letter of Approval von OCCAR-Direktor Joachim Sucker entgehengenommen. Der Letter enthält die Unterschrift von Vizeadmiral Carsten Stawitzki, den deutschen Rüsdtungsdirektor und Chairman of the OCCAR Board of Supervisors (BoS). Deutschland hat die Führungsrolle bei der Entwicklung der Eurodrohne inne. Weitere Partner sind Frankreich und Italien.

Der Mitteilung zufolge hatte die japanische Regierung am 7. September offiziell angefragt, am Programm für das MALE RPAS als Beobachter teilzunehmen. Dem Vernehmen nach geht es den japanischen Streitkräften in erster Linie um den Einsatz im maritimen Umfeld (siehe dazu https://www.hartpunkt.de/interesse-an-der-eurodrohne-auch-von-aussereuropaeischen-staaten).

Wie es in der Pressemitteilung weiter heißt, gratulierte OCCAR-Direktor Sucker der japanischen Regierung zur Bereitschaft, eine spezielle Partnerschaft einzugehen. Die OCCAR werde Japan darin unterstützen, Felder der Kooperation zu finden und bei Themen von gemeinsamem Interesse zusammenzuarbeiten. Mit dem Beobachter-Status erhät Japan Zugang zur technischen Details der Entwicklung.
lah/12/1.12.20232