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Beschaffung eines Lazarettzuges geplant

Die Bundeswehr soll in Zukunft offenbar die Möglichkeit erhalten, verletzte Soldatinnen und Soldaten per Schiene über große Distanzen zu verlegen. Wie aus einem Antrag der Regierungsfraktionen für die Bereinigungssitzung des Haushaltsausschusses in der vergangenen Woche hervorgeht, soll dazu die Finanzierung einer Studie in Höhe von bis zu 500.000 Euro gewährleistet werden. Die Studie soll bis Ende Juni 2024 ein Konzept zur Umsetzung eines schienengebundenen Patiententransports für die Streitkräfte entwickeln. Darüber hinaus stehen bis zu 10 Millionen Euro sowie bis zu 105 Millionen Euro an Verpflichtungsermächtigungen bis 2027 „für die Studie, Erprobung, Beschaffung und den Betrieb eines Lazarettzuges zur Verfügung“. In dieser Summe enthalten ist auch die Beschaffung von Patiententransporteinheiten (PTE).

Zur Deckung der Fähigkeitslücke des schienenbasierten Patiententransports benötige die Bundeswehr mindestens einen Lazarettzug, heißt es zur Begründung der Vorlage. Mit der Stationierung einer Brigade Litauen nehme die Verpflichtung Deutschlands zu, die medizinische Versorgung über den Landweg zu gewährleisten.

Patiententransporteinheiten werden auch von der Luftwaffe genutzt. Die neueste Generation dieser PTE kann flexibel in verschiedenen Flugzeugmustern der Bundeswehr genutzt werden, darunter der A400M.
lah/21.11.2023

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