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Arctic Edge 24: Spezialkräfte üben in der Arktis

Kristóf Nagy

Über 400 Angehörige von Spezialkräften aus fünf Nationen haben seit Ende Februar im Rahmen der Spezialkräfteübung Arcric Edge 24 nördlich des Polarkreises die gemeinsame Gefechtsführung unter arktischen Bedingungen trainiert. Wie die Naval Special Warfare Group der US-Marine am 12. März in einer Pressemitteilung bekanntgab, wurde die Übung unter der Führung des U.S. Northern Command abgehalten.

Seitens der Führungsnation USA nahmen die drei Teilstreitkräfte Army, Navy und Air Force mit verschiedenen Verbänden an dem Manöver teil. Die internationale Komponente wurde durch Kanada, Norwegen, Dänemark und das Vereinigte Königreich gestellt. Das Übungsgebiet umfasste laut Mitteilung eine große Fläche von Alaska über das nördliche Kanada bis Grönland. Dabei übten die eingesetzten Kräfte schwerpunktmäßig die unterschiedlichen Verbringungsarten zu Lande, zu Wasser, durch die Luft und sogar unter Beteiligung eines Unterseebootes.

Neben der Überwindung von großen Entfernungen unter widrigsten Bedingungen stand auch die Überlebensfähigkeit der einzelnen Operators unter extremen Witterungsbedingungen im Fokus der Übung. Zudem wurde laut Mitteilung die zeitliche und räumliche Koordinierung von unterschiedlichen Fahrzeugen, wie einem MH-47G Chinook-Hubschrauber mit aus der Luft abgesetzten und durch Schneemobile beweglich gemachten Kräften und einem Unterseeboot geübt.

Solche Unterfangen stellen nicht nur an die eingesetzten Fahrzeuge und Ausrüstung, sondern auch insbesondere an die menschliche Physis und nicht zuletzt an die Psyche eine gewaltige Herausforderung. So übten die eingesetzten Taucher aus den Reihen der U.S. Navy Seals, Green Berets und norwegischer Kampfschwimmer Aufgaben, wie die Annäherung unter Wasser und den Angriff gegen Schiffe und Hafenanlagen in wärmeren Gewässern über dem Gefrierpunkt, bevor die finale Übung bei – 40°C erfolgte. Eine weitere Herausforderung stellte die innerhalb der Übung abzubildende Zusammenarbeit mit polizeilichen Kräften dar, um einer simulierten hybriden Bedrohung begegnen zu können. Dies erfolgte unter Einbindung des FBI und der U.S. Marshals Service in Alaska.

Arctic Edge 24 spiegelt die in den letzten Jahren stetig wachsende Bedeutung der Polarregion wider. Neben strategischen Interessen wie der Exploration von Rohstoffen ist die Arktis für die Masse der an der Übung beteiligten Nationen auch Teil ihres Staatsgebietes und daher geografisch Landes- und im Kontext der NATO gedacht Bündnisverteidigung.

Kristóf Nagy

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