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Schwere Maschinengewehre – Nammo erhält .50-Munitionsauftrag der Bundeswehr

Das Bundeswehrbeschaffungsamt BAAINBw hat den norwegischen Rüstungskonzern Nammo im Rahmen einer Direktvergabe mit der Lieferung von Munition im Kaliber .50 für die schweren Maschinengewehre der Bundeswehr beauftragt. Wie aus mehreren heute veröffentlichten Meldungen des BAAINBw auf der europäischen Online-Vergabeplattform TED hervorgeht, soll Nammo rund 600.000 Patronen der Hartkernmunition im Kaliber 12,7 x 99 mm liefern.

Im Einzelnen sollen 97.920 Patronen des Austauschcodes AF33 (Hartkern) – „für das Jahr 2023“ wie es in der Mitteilung heißt – geliefert werden. Für die Jahre 2024 und 2025 werden jeweils 241.920 Patronen des Austauschcodes AF35 (Hartkern Panzerbrechend) geliefert.

Bei den schweren Maschinengewehren (sMG) der Bundeswehr handelt es sich um Lizenzbauten belgischen Waffenherstellers FN Herstal. Das Design der Waffe beruht auf dem .50-Maschinengewehr des US-Herstellers Browning, welches mittlerweile über 100 Jahre alt ist. In der Bundeswehr ist die Waffe in drei Varianten eingeführt. Die Maximale Kampfentfernung der Waffe wird seitens der Bundeswehr mit 1.850 Metern angegeben.

Die sogenannte Standardvariante des sMG kommt vornehmlich auf den fernbedienbaren Waffenstationen von Landfahrzeugen wie beispielsweise dem Boxer, dem Fennek oder dem Aufklärungs- und Gefechtsfahrzeug Serval des Kommandos Spezialkräfte sowie unterschiedlichen Marineplattformen zum Einsatz.

An Bord von Hubschraubern, wie der NH90, der CH-53, der Sea Lion oder der Sea Lynx kommt die MK-3-Variante des sMG zum Einsatz. Die Waffe ist auf einer elastischen Waffenwiege befestigt und hat mit einer Schussfolge von bis zu 1.100 Schuss pro Minute eine fast doppelt so hohe Kadenz wie die Standardvariante des sMG (635 Schuss pro Minute).

Zudem wird die M3P-Version der Waffe im 12,7-mm-Kanonenbehälter des Kampfhubschraubers Tiger eingegesetzt.
wg

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