Ranger des Heeres sollen Spezialkräfte unterstützen

Die niederländische Luftlandetruppe – die 11. Luchtmobiele Brigade – wird ein Ranger-Bataillon  erhalten. Der Inspekteur des niederländischen Heeres übergab Mitte Dezember dem 12. Infanteriebataillon „Regiment van Heutsz“ das Ranger-Abzeichen. Ab dem 1. Januar 2024 soll der Luftlande-Infanterieverband als Ranger-Bataillon fungieren und eine Befähigung ähnlich den deutschen Fallschirmjägern mit erweiterter Grundbefähigung aufweisen. Dies teilte das niederländische Verteidigungsministerium auf seiner Internetseite mit.

Zusätzlich wird eine Rapid Reaction Company (RRC) in diesem Verband aufgestellt. Das Ranger-Bataillon soll schnell einsetzbar sein für Evakuierungsoperationen von Zivilisten, schnelle Krisenreaktionseinsätze sowie Katastrophenhilfe. Weitere Aufträge sind die Unterstützung von Spezialoperationen sowie luftbewegliche Operationen. Zur Wahrnehmung dieser Funktion wird der Verband mit dem VECTOR das gleiche Fahrzeug erhalten, wie es bereits seit einigen Jahren im Korps Comanndotroepen – dem Spezialkräfteverband des niederländischen Heeres – in Nutzung ist.

Die niederländische Armee setzt mit diesen Maßnahmen das Verteidigungskonzept von 2022 um, durch das die Streitkräfte effektiver, schneller, länger und häufiger eingesetzt werden sollen. Mit der Kennzeichnung als „Ranger“ sollen auch international die Vielseitigkeit sowie die physische und psychische Leistungsfähigkeit des Verbandes und seiner Soldatinnen und Soldaten hervorgehoben werden. Der Ranger-Tab wird unter dem Schriftbogen „Regiment van Heutsz“ auf dem Ärmel getragen.
Kristóf Nagy