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Einsatz in der Ägäis kann beginnen

Der NATO-Marineverband in der Ägäis unter deutschem Kommando startet nach finalen Abstimmungen zwischen Griechenland und der Türkei in sein Operationsgebiet. Wie das Verteidigungsministerium am Sonntag weiter mitteilte, bezieht der deutsche Einsatzgruppenversorger Bonn als Flaggschiff des Verbands eine Position zwischen der Insel Lesbos und dem türkischen Festland.

Vorgesehen sei, dass durch die Standing NATO Maritime Group 2 (SNMG 2) und in direkter Zusammenarbeit mit der europäischen Grenzschutzagentur Frontex Informationen über Schleusernetzwerke gesammelt werden. Diese Informationen sollen dann nicht nur Frontex, sondern auch den Sicherheitsbehörden bzw. Küstenwachen von Griechenland und der Türkei bereitgestellt werden.

Die NATO-Schiffe, die bereits nach der Grundsatzentscheidung der NATO-Verteidigungsminister vom 11. Februar in die Ägäis aufgebrochen waren, werden laut Ministerium keine Boote stoppen. Ihr Auftrag sei es lediglich, Schleuserbewegungen zu beobachten, auszuwerten und zu melden.
lah/12/7.3.2016