Bayern-Chemie soll Raketenmotoren für DLR liefern

Die MBDA-Tochter Bayern-Chemie soll mit ihren Antriebstechnologien die Höhenforschung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) unterstützen. Dazu haben die Bayern-Chemie und die Abteilung Mobile Raketenbasis (MORABA) der Einrichtung Raumflugbetrieb und Astronautentraining des DLR einen Vertrag zur Entwicklung und Herstellung von Feststoffraketenmotoren unterzeichnet, wie die MBDA in einer Mitteilung schreibt.

Die Forschungsraketen können den weiteren Angaben zufolge über eine von der MORABA entwickelte, einzigartige mobile Infrastruktur und Hardware jederzeit und an beliebigen Orten der Erde gestartet werden. Laut MBDA werden die neuen Feststoffraketenmotoren vornehmlich als Unterstufe in mehrstufigen Konfigurationen eingesetzt und stellen durch ihre spezifische Leistungsfähigkeit eine Erweiterung der Fähigkeits- und Leistungspalette der Mobilen Raketenbasis dar.

Mit jeweils über 800 Kilogramm Treibstoff seien diese Neuentwicklungen die größten jemals von der Bayern-Chemie entwickelten und gebauten Motoren. Um Risiken, Kosten und Entwicklungszeit zu minimieren, werde sich das Design der Motoren an bestehenden Anwendungen aus dem Bereich Luftverteidigung orientieren. Die Forschungsraketen können laut Meldung mit den neuen Motoren als Unter- sowie Oberstufe Nutzlasten von 400 kg in Höhen von bis zu 260 km bringen.
lah/12/6.2.2020