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Luftverteidigung – Diehl und Northrop Grumman planen gemeinsame Studie

Der US-Rüstungskonzern Northrop Grumman und der deutsche Luftverteidigungs-Spezialist Diehl Defence wollen offenbar die Möglichkeiten einer Kooperation ausloten. Nach Angaben des US-Konzerns planen die beiden Partner in der kommenden Woche die Unterzeichnung einer Absichtserklärung für eine Studie zur Evaluierung der möglichen Nutzung des Integrated Battle Management and Command System (IBCS) von Northrop Grumman für das Luftverteidigungssystem Iris-T SLM von Diehl.

In den USA wird IBCS das bisher von Raytheon gelieferte Führungssystem für das Luftverteidigungssystem Patriot ersetzen. Erster ausländischer Kunde von IBCS ist Polen. Die Streitkräfte des Landes wollen das C2-System sowohl für die Führung ihrer Patriot-Einheiten mittlerer Reichweite als auch beim Luftverteidigungsprojekt kurzer Reichweite „Narew“ einsetzen.

Northrop Grumman hat offenbar auch Interesse, IBCS an die Luftwaffe zu verkaufen. Laut Hersteller handelt es sich um ein „revolutionäres“ Command-and-Control-System, das aufgrund seiner offenen Architektur Sensoren und Effektoren unterschiedlicher Hersteller integrieren kann, um ein umfassendes Lagebild darzustellen und eine schnelle Bekämpfung zu ermöglichen. IBCS befindet sich gegenwärtig in Einführung bei der U.S. Army, wird allerdings noch nicht operativ eingesetzt.

Bei der Bundeswehr wird für das Projekt Nah- und Nächstbereichsschutz (NNbS) dagegen die von Airbus Defence and Space gelieferte Feuerleitsoftware IBMS verwendet, die sämtliche Effektoren – vom zukünftigen Flak-Panzer Skyranger bis zur Iris-T SLM – einbinden soll. IBMS ist in abgespeckter Version auch bereits ins Ausland verkauft worden, etwa an die ukrainischen Streitkräfte.
lah

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