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G36: Heckler & Koch kritisiert Bundeswehr

Der Hersteller des in die Kritik geratenen Sturmgewehres G36, Heckler & Koch, wehrt sich gegen die Vorwürfe des Verteidigungsministeriums, wonach die Zielgenauigkeit der Waffe bei hohen Außentemperaturen oder einem heißgeschossenen Lauf deutlich nachlässt. „Die jetzt verbreiteten Ergebnisse widersprechen diametral den umfangreichen und aufwendigen Prüfungen“, die Heckler & Koch selbst durchgeführt habe, schreibt  das Unternehmen auf seiner Homepage.

Die eigenen Untersuchungen hätten zu dem Ergebnis geführt, dass sich „bei sachgerechtem Gebrauch keine maßgeblichen Einschränkungen der Einsatztauglichkeit, insbesondere auch im Vergleich zu anderen Sturmgewehren ergeben“, heißt es weiter.

Alle gelieferten G36-Sturmgewehre erfüllten die „Technischen Lieferbedingungen“ der Bundeswehr, was durch deren Güteprüfstelle rechtskräftig bestätigt worden sei. „Insofern sind jegliche Erwägungen bezgl einer Mängelgewährleistung sachlich und juristisch verfehlt“, heißt es in der Pressemitteilung des Herstellers.

Außerdem bemängelt Heckler & Koch, dass die Bundeswehr das Unternehmen nicht in die Untersuchungen eingebunden habe und „seit rund einem halben Jahr“ nicht über die konkret untersuchten Vorwürfe kommuniziere. Der Hersteller vermutet, dass die Bundeswehr in den vergangenen 6 Monaten „eigene neue Prüfkriterien definiert haben muss, welche Heckler & Koch bis heute nicht zugänglich gemacht worden sind“.

lah/31.3.2015

 

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