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Diehl bleibt Saab-Partner für Weiterentwicklung der RBS15

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Der deutsche Technologiekonzern Diehl wird auch in Zukunft mit dem schwedischen Rüstungsunternehmen Saab bei der Weiterentwicklung des Seezielflugkörpers RBS15 zusammenarbeiten. Laut einer Mitteilung von Diehl hat Saab mit der schwedischen Rüstungsbeschaffungsbehörde FMV einen Vertrag über die Entwicklung und Fertigung eines Seezielflugkörpersystems der nächsten Generation im  Gesamtauftragswert von 3,2 Mrd SEK  unterschrieben. Nach Angaben einer Saab-Sprecherin wird die Entwicklung noch im laufenden Jahr starten. Die Lieferungen sollen bis 2026 erfolgen.

Ihren Angaben zufolge erfolgen die Weiterentwicklung des Flugkörpers sowie die Herstellung von Subsystemen im schwedischen Linköping. Weitere Subsysteme und die finale Montage aller RBS15 sollen dagegen bei Diehl in Überlingen stattfinden.

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Laut Vertrag mit der FMV soll die nächste Generation des Seezielflugkörpersystems in die neuen Gripen E-Kampfflugzeuge sowie in die Korvetten der Visby-Klasse integriert werden.

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Der Flugkörper soll einen erweiterten Einsatzbereich, einen verbesserten Zielsuchkopf und ein im Vergleich zu früheren Systemen geringeres Flugkörpergewicht aufweisen. Es verfüge über die Fähigkeit, ein breites Spektrum von See- und Landzielen zu bekämpfen, über Allwetterfähigkeit sowie über ein neues Design, das die zukünftige Weiterentwicklung unterstütze, heißt es in der Mitteilung. Damit kombiniere das neue Flugkörpersystem die bewährten Fähigkeiten der RBS15-Seezielflugkörper-Familie von Saab mit neuen und erweiterten Fähigkeiten.

Das gemeinsame Programm werde die Position von Saab und Diehl als Weltmarktführer im Bereich der Seezielflugkörper-Technologie stärken, wird Claus Günther, CEO von Diehl Defence, in der Pressemitteilung zitiert. Beide Unternehmen würden als erste die nächste Flugkörper-Generation am Markt einführen.

Ob die deutsche Marine den weiterentwickelten RBS15 in Zukunft beschaffen wird, dürfte dagegen noch offen sein. Die Waffe wird gegenwärtig auf den Korvetten der Braunschweig-Klasse eingesetzt. Vor dem Hintergrund der Kooperation im U-Boot-Bereich hat das BMVg angekündigt, zukünftig alle deutschen Fregatten mit dem binational weiterentwickelten Seezielflugkörper Naval Strike Missile des norwegischen Herstellers Kongsberg auszustatten.
lah/12/5.4.2017