Anzeige

Arbeitspakete für Werften sind verteilt

Die am Bau des zweiten Loses der Korvettenklasse 130 beteiligten drei Werften Fr. Lürssen, thyssenkrupp Marine Systems  sowie German Naval Yards Kiel haben sich auf eine Zuordnung der Arbeitspakete an dem Projekt geeinigt. Wie Lürssen als  federführendes Unternehmen in der Arbeitsgemeinschaft (ARGE) K130 weiter mitteilte, werden zwei Vorschiffe auf der Lürssen-Werft in Bremen und drei am Kieler Standort der German Naval Yards gefertigt sowie vorausgerüstet.

Die Fertigung der fünf Hinterschiffe erfolgt der Mitteilung zufolge auf der zu Lürssen gehörenden Wolgaster Peene-Werft. Den als Hochzeitsstoß bezeichneten Zusammenschluss von Vor- und Hinterschiff sollen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Blohm+Voss übernehmen. In Hamburg würden die rund 89 Meter langen Korvetten zudem endausgerüstet, in Betrieb genommen und sollen von dort auch ihre Funktionsüberprüfungen und Abnahmen zusammen mit den Fachabteilungen des öffentlichen Auftraggebers und der Deutschen Marine durchlaufen, heißt es weiter. Die Konstruktionsleistungen werden demzufolge in Bremen und am thyssenkrupp-Standort in Hamburg erfolgen.

Die fünf Boote sollen ab 2022 der Marine zulaufen. Der mit dem Bundeswehr-Beschaffungsamt  BAAINBw geschlossene Vertrag umfasst neben Konstruktionsleistungen, der Fertigung sowie der Integration aller Systeme, Geräte und Anlagen, auch die notwendige Anpassung der Land- und Ausbildungsanlagen.

Um dem aktuellen Stand von Gesetzen und Vorschriften gegenüber dem ersten Baulos der K130 Rechnung zu tragen sowie Weiterentwicklungen technischer Komponenten zu berücksichtigen, würden punktuell Anpassungen von Geräten und Anlagen vorgenommen, teilte Lürssen weiter mit. So sollen die bislang verwendeten Motorrettungsboote und 6,25-Meter-Bereitschaftsboote durch die nun in der Deutschen Marine eingeführten schnelleren 7,5-Meter-Bereitschaftsboote ersetzt werden. Darüber hinaus würden die innerhalb der Bundeswehr aktuell geltenden Vorschriften zur IT-Sicherheit berücksichtigt und umgesetzt.
lah/12/6.4.2018