Vincorion gewinnt Auftrag für Puma

Das Technologieunternehmen Vincorion ist nach eigenen Angaben beauftragt worden, das Energiesystem im Schützenpanzer Puma zu verbessern. Im Rahmen dieses Auftrags werde die Leistungselektronik überarbeitet und mit modernen Bauteilen robuster gestaltet, schreibt das Unternehmen in einer Mitteilung. Das Projekt habe ein Volumen von zunächst acht Millionen Euro.

Am Standort Wedel arbeite man nun daran, die Leistungselektronik des Pumas zu verbessern – in einem Bereich, der von den jüngsten Ausfällen laut Vincorion nicht betroffen war. Dazu gehöre die Neuzertifizierung nicht mehr marktverfügbarer Komponenten sowie der Einbau erweiterter Funktionen. Beispiele dafür sind nach Angaben des Unternehmens die Versorgung eines elektrischen Abgasturboladers und das externe Laden des Schützenpanzers.

Auf der Liste steht auch die Vermessung des aktuellen Energiesystems. Bis zum Ende des ersten Quartals 2023 sollen die Spezifikationen für Systeme und Komponenten stehen. Darauf aufbauend würden dann transparent neue Komponenten entwickelt. Die ersten Bauteile für Funktionsmuster und Prototypen sollen ab Ende 2023 beschafft und zügig zu Baugruppen zusammengebaut werden.

„Wir halten den Puma für den leistungsfähigsten Schützenpanzer auf dem Markt“, betont Stefan Stenzel, Geschäftsführer von Vincorion, mit Blick auf die jüngsten Debatten über die Ausfälle des Kampffahrzeugs. In Fachkreisen sei man sich einig, dass es sinnvoll sei, die Leistungsfähigkeit des Pumas kontinuierlich zu erhöhen, um den gesteigerten Nutzungsanforderungen gerecht zu werden.

Eine „Wirkungsüberlegenheit“ hatte auch das Bundesverteidigungsministerium dem Fahrzeug bescheinigt – auch wenn es Nachbesserungen bei der Einsatztauglichkeit geben müsse. Stenzel ist überzeugt, dass dies möglich ist: „Von den 18 ausgefallenen Schützenpanzern sind 17 wieder in Betrieb. Das System wird auf Dauer sehr erfolgreich betrieben werden können.“
lah/12/18.1.2023