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OCCAR und Theon weiten Nachtsichtrahmenvertrag für Belgien und Deutschland aus

Die europäische Rüstungsagentur OCCAR hat heute einen zweiten Änderungsvertrag mit dem Industriekonsortium, bestehend aus Hensoldt Optronics GmbH und Theon Sensors SA, geschlossen, aus dem die belgischen und deutschen Streitkräfte zusätzliche Nachtsichtbrillen des Typs Mikron abrufen können. Einer Pressemitteilung der OCCAR vom 26. Januar 2024 zufolge sieht die zweite Vertragsergänzung eine Lieferung von weiteren 3.500 Mikron-Nachtsichtbrillen an Belgien, einen anfänglichen In-Service-Support für Deutschland und Änderungen des In-Service-Supports für Belgien vor. Darüber hinaus enthält die Vertragsänderung Optionen über die Lieferung weiterer 16.041 Nachtsichtbrillen für Deutschland und bis zu 25.000 zusätzlichen Brillen für Belgien und/oder Deutschland, weitere 8.423 Kopfhalterungen für Deutschland sowie Erst- und Folgesupport für die zusätzlichen Nachtsehbrillen.

Bei dem ausgewählten Typ der Nachtsichtbrille handelt es sich um die Theon Mikron, eine binokulare Nachtsichtbrille mit zwei 16-mm-Restlichtverstärkerröhren und integriertem Infrarotstrahler. Diese kann vom Soldaten sowohl am Helm, als auch mittels eines Kopftragesystems getragen werden. Die Monokulare können separat weggeklappt werden. Die Mikron wird mit einer einzelnen AA-Batterie betrieben, kann aber – sollte eine längere Betriebszeit notwendig sein – auch mit einem externen Batteriepack betrieben werden. In der Bundeswehr wird die Mikron als „Nachtsichtbrille, querschnittlich“ geführt.

Der ursprüngliche Rahmenvertrag wurde Juni 2021 geschlossen und sah die Lieferung von bis zu 29.500 Mikron-Brillen für Belgien und Deutschland vor, 9.500 fest und 20.000 als Option. Von den 9.500 Brillen waren 4.550 für die belgischen Streitkräfte sowie 5.000 Sätze der gleichen Nachtsichtbrille für die Bundeswehr vorgesehen. Im Sommer 2022 wurde zudem die Option für die übrigen 20.000 Brillen – alle für die Bundeswehr – ausgelöst.

Der OCCAR zufolge wurden bis heute insgesamt 4.550 Brillen für die belgischen Streitkräfte sowie 11,775 Systeme für die Bundeswehr ausgeliefert.
wg