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Positive Entwicklung auf dem Weg zur VJTF

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Der Schützenpanzer Puma scheint der Zertifizierung für die Very High Readiness Joint Task Force (VJTF) 2023 ein Stück näher gekommen zu sein. Wie es aus gut informierten Kreisen heißt, hat die Funktechnik des Gefechtsfahrzeuges bei der in dieser Woche abgeschlossenen Teil-Nachprüfung gut funktioniert. Beobachter sehen darin ein positives Zeichen, dass der Panzer in drei Jahren bei der so genannten  NATO-Speerspitze eingesetzt werden kann.

Insgesamt sollen 41 Puma für den VJTF-Einsatz im Rahmen eines  „Leistungspaketes System Panzergrenadier“  modernisiert werden. Vor der endgültigen Entscheidung über den Einsatz müssen die hochgerüsteten Fahrzeuge zunächst jedoch abgenommen werden. Nachdem bei der Einsatzprüfung im Sommer Mängel erkannt wurden, sollten diese von der Industrie abgestellt und die gewonnene Leistungsfähigkeit bei mehreren Teil-Nachprüfungen nachgewiesen werden. Die letzte dieser Nachprüfungen hat offenbar in der laufenden Woche stattgefunden. Wie es heißt, werden im laufenden Jahr noch vier Pumas an die zuständige Wehrtechnische Dienststelle für die Freigabe zur sicheren Inbetriebnahme geliefert.

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Eine finale Prüfung zur „Kriegstauglichkeit“ der Panzer soll allerdings noch im Februar erfolgen. Dem Test wird offenbar eine Vorbereitungsrunde zwischen Industrie und Amtsseite zur Vorbereitung vorgeschaltet.

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Als technisch anspruchsvoll gilt beim VJTF-Puma insbesondere die Anbindung des Systems Infanterist der Zukunft sowie des neuen Battle Management Systems des Heeres. Der Puma soll zukünftig überdies den Duellsimulator AGDUS nutzen.

Das Bestehen des Tests im kommenden Jahr gilt als Voraussetzung für die Beauftragung eines zweiten Loses Puma. Gegenwärtig verwendet die Truppe noch eine große Anzahl des rund 50 Jahre alten Schützenpanzers Marder.

Das Heer wünscht sich überdies eine Hochrüstung des ersten Loses Puma auf den Stand VJTF 2023. Gut informierten Kreisen zufolge wurde dazu heute von den Herstellern des Schützenpanzers ein Angebot an das Bundeswehr-Beschaffungsamt BAAINBw übermittelt. Wie es heißt, wird darin vorgeschlagen, die Panzer des ersten Loses mit der Funktechnik für die so genannte Streitkräftegemeinsame, verbundfähige Funkgeräte-Ausstattung (SVFuA) auszustatten. Das finanzielle Volumen des Angebotes ist nicht bekannt. In der Vergangenheit zirkulierten Schätzungen, die bei rund einer Mrd EUR für die Hochrüstung lagen.
lah/12/13.11.2020