Europäischer Verteidigungsfonds
Rheinmetall führt Konsortium für Soldatensysteme

Die EU-Kommission hat den Düsseldorfer Automotive- und Rüstungskonzern Rheinmetall nach eigenen Angaben zur Führung eines Konsortiums mit Partnern aus neun EU-Mitgliedsstaaten im Rahmen des Vorhabens  Generic Open Soldier Systems Reference Architecture (GOSSRA) ausgewählt.

Wie Rheinmetall weiter mitteilte, werden bei GOSSRA Untersuchungen für eine offene Referenzarchitektur als Grundlage zur EU-weiten Standardisierung zukünftiger Soldatensysteme durchgeführt. Dies umfasse Elektronik, Sprach- und Datenkommunikation, Softwarelösungen, Mensch-Maschine-Schnittstellen, Sensoren und Effektoren.

Der Rüstungskonzern habe sich damit in der ersten Ausschreibung zur vorbereitenden Maßnahme der EU-Verteidigungsforschung – finanziert aus dem EU-Verteidigungsfonds – erfolgreich gegen zahlreiche Mittbewerber durchgesetzt. Wie die European Defence Agency mitteilte, wird die Höhe der Zuwendung für das Vorhaben zwischen einer und 1,5 Mio EUR liegen. Im Augenblick laufen die Vetragsverhandlungen.

Rheinmetall hat nach eigenen Angaben alle wichtigen europäischen Soldatensystemfirmen in dem Konsortium vereint. Neben dem deutschen Konzern sind folgende Unternehmen vertreten: Indra sowie GMV Aerospace and Defence aus Spanien, Leonardo SpA sowie Larimart aus Italien, die Netherlands Organisation for Applied Scientific Research TNO, die polnische iTTi Sp. Z.o.o. sowie die portugiesische Tekever ASDS Lda. und SAAB AB aus Schweden.

Rheinmetall verfügt als Lieferant der Soldatensysteme Infanterist der Zukunft – Erweitertes System (IdZ-ES), das kanadische Argus und des kürzlich vorgestellten Gladius 2.0 über Expertise in diesem Segment.
lah/12/19.2.2018