Neues Reservistenkonzept in Kraft getreten

Zukünftig werden die Soldatinnen und Soldaten unmittelbar nach Ende ihrer aktiven Dienstzeit im Rahmen einer so genannten Grundbeorderung für die Dauer von sechs Jahre entsprechend ihren Qualifikationen auf Dienstposten in der Reserve eingeplant. Dies geht  aus der neuen Strategie der Reserve hervor, die Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer in der vergangenen Woche bei der Jahrestagung der Reserve am 18. Oktober  in Berlin in Kraft gesetzt hat.

Die Ziele und Vorgaben der Strategie der Reserve werden laut einer Mitteilung des BMVg schrittweise und im Einklang mit der Entwicklung des Fähigkeitsprofils der Bundeswehr mit Ausrichtung auf das Jahr 2032+ umgesetzt. Dafür bilde ein Implementierungsplan die Grundlage der weiteren Arbeit.

Der Schwerpunkt der künftigen Reserve ist demnach auf die strukturgebundene Verstärkungsreserve gerichtet und damit insbesondere auf die Ergänzungstruppenteile, die Kräfte der regionalen Sicherung und Unterstützung (RSU) und auf Kräfte des Feldersatzes.

Mit der Grundbeorderung für sechs Jahre solle sichergestellt werden, dass im Konfliktfall auf gut ausgebildete Soldatinnen und Soldaten zurückgegriffen werden kann. Das Freiwilligkeitsprinzip für den Reservistendienst im Frieden bleibe bestehen, schreibt das Ministerium

Ziel sei es, möglichst viele Reservistinnen und Reservisten für Ausbildung und Übung im Frieden verlässlich verfügbar zu haben. Hierzu bedürfe es dauerhafter Anstrengungen und vielfältiger, differenzierter und gezielter Attraktivitätsfaktoren, um Anreize zu schaffen. Im Dialog mit den Arbeitgebern soll deren Bereitschaft gefördert werden, bei ihnen beschäftigte Reservistinnen und Reservisten verlässlich für Dienste freizustellen. Vom Ministerium wird die Reserve überdies als „ ein Mittler und Multiplikator“ für die Bundeswehr in der Gesellschaft gesehen.
lah/12/21.10.2019