Verkauf von P-8A Poseidon Mehrzweck-Seefernaufklärungsflugzeugen an Dänemark genehmigt

Thomas Lauge Nielsen

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Die US-Regierung genehmigt die von Dänemark beabsichtigte Beschaffung von P-8A Poseidon Mehrzweck-Seefernaufklärungsflugzeugen und dazugehöriger Ausrüstung des US-Rüstungskonzerns Boeing Defense, Space & Security. Dies geht aus einer Veröffentlichung der Defense Security Cooperation Agency (DSCA) vom 29. Dezember hervor. Der geschätzte Wert des Auftrages könnte sich auf 1,8 Milliarden US-Dollar (ca. 1,5 Milliarden Euro oder 11,4 Milliarden Dänische Kronen) belaufen.

Die Genehmigung der US-Regierung folgt auf die Ankündigung des dänischen Verteidigungsministers Troels Lund Poulsen vom September 2025, P-8A Poseidon-Flugzeuge beschaffen zu wollen.

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Genehmigt wurde der Verkauf im Rahmen eines Regierungsvertrags unter Verwendung des US-Rahmenwerks für ausländische Militärverkäufe von bis zu drei Boeing P-8A-Mehrzweck-Seefernaufklärungsflugzeugen, komplett mit Software, Sensor-, Navigations- und Selbstschutzsystemen, darunter das Richtungsinfrarot-Gegenmaßnahmen-System AN/AAQ-24(V)N sowie pyrotechnische Gegenmaßnahmen-Werfer. Die Genehmigung umfasst auch Ingenieur-, Technik- und Logistik-Supportleistungen der US-Regierung und von Auftragnehmern, was für Dänemark zweifellos wichtig sein wird, da die P-8A ein neuer Flugzeugtyp für die dänischen Streitkräfte ist.

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Es ist zu beachten, dass die Genehmigung des US-Außenministeriums für einen potenziellen Verkauf einer maximalen Menge gilt. Bis die dänische Regierung einen tatsächlichen Beschaffungsvertrag abschließt, bleiben die endgültigen Mengen und Lieferfristen ungewiss.

Angesichts der eskalierten Sicherheitslage in Europa ist die Beschaffung von Kapazitäten zur Seeüberwachung und -patrouille seit einiger Zeit Teil der dänischen Verteidigungsplanung, wobei ein besonderer Schwerpunkt auf der Arktis, Grönland und den Färöer-Inseln sowie der Ostsee liegt. Dazu gehörte im Juli 2025 die Beschaffung von vier unbemannten Aufklärungssystemen vom Typ MQ-9B SkyGuardian von General Atomics Aeronautical Systems, hartpunkt berichtete.

Die Wahl der P-8A Poseidon als bemannte Entsprechung zum SkyGardian ist zweifellos dadurch beeinflusst, dass Norwegen, Deutschland und das Vereinigte Königreich bereits Nutzer dieses Flugzeugs sind und die Entscheidung Dänemarks für dasselbe Flugzeug somit die Möglichkeit einer internationalen Zusammenarbeit in den Bereichen Ausbildung, Einsatz und Logistik eröffnet.

Nicht zuletzt unterzeichneten Boeing und der dänische Rüstungskonzern TERMA während der DALO Industry Days im August 2025 eine Absichtserklärung (Memorandum of Understanding, MoU) für eine zukünftige Zusammenarbeit beim Flugzeug P-8A, zweifellos in der Erwartung, dass das Flugzeug von Dänemark beschafft werden würde. Laut einer Pressemitteilung von Boeing beinhaltet die Absichtserklärung „die Verpflichtung, die sich wandelnden Anforderungen Dänemarks im Bereich der maritimen Überwachung durch lokale Wartungs-, Reparatur- und Überholungslösungen (MRO) für die P-8 zu unterstützen”. Das Potenzial für lokale MRO-Kapazitäten würde bei der dänischen Regierung sicherlich ebenfalls für die P-8A sprechen.

Die P-8A Poseidon wurde für das Multimission Maritime Aircraft-Programm der US-Marine als Ersatz für den Seefernaufklärer P-3 Orion aus den 1960er Jahren entwickelt. Sie basiert auf dem Passagierflugzeug Boeing 737 NG und verfügt über eine verstärkte Flugzeugzelle, um den Einsatz in geringerer Höhe und aggressivere Flugmanöver zu ermöglichen. Darüber hinaus ist die P-8A mit den erforderlichen Kommunikations-, Sensor- und Waffensystemen für U-Boot- und Seezielbekämpfung sowie Überwachungsmissionen ausgestattet und verfügt über die notwendigen Arbeitsstationen für deren Bedienung. Zu den Missionssystemen gehören ein Raytheon APY-10-Oberflächensuchradar, ein AN/APS-154-Multifunktionsradar und die Fähigkeit, Sonarbojen auszusetzen und zu überwachen. Zu den möglichen Waffen gehören die Anti-Schiffs-Flugkörper AGM-84 Harpoon, Leichtgewichtstorpedos, Wasserbomben und Seeminen. Das Flugzeug hat eine Reisegeschwindigkeit von 440 Knoten und eine Reichweite von 1.200 Seemeilen, einschließlich 4 Stunden im Einsatzgebiet.

Thomas Lauge Nielsen