Deutschland hat im Rahmen der Ertüchtigungsinitiative der Bundesregierung der Republik Moldau fünf Schützenpanzer des Typs Piranha 5 finanziert. Die Fahrzeuge wurden am 17. Juni bei einer feierlichen Zeremonie in der Hauptstadt Chișinău durch den deutschen Botschafter, eine Vertreterin des BMVg und im Beisein der deutschen Herstellerfirma GDELS an die moldauischen Streitkräfte übergeben.
Mit der Lieferung von Schützenpanzern Piranha 5 setze die Bundesrepublik ihre Unterstützung für den Aufbau eines modernen Peacekeeping-Bataillons der moldauischen Streitkräfte fort und stärke zugleich die Verteidigungs- und Krisenreaktionsfähigkeiten des Landes, schreibt das Verteidigungsministerium in einer Mitteilung.
Bereits im Dezember 2022 wurde das Piranha-Projekt im Rahmen der Ertüchtigungsinitiative auf den Weg gebracht, wie aus weiter heißt. Ziel sei es, die Fähigkeiten der moldauischen Streitkräfte im Bereich der mechanisierten Infanterie nachhaltig auszubauen. In einem ersten Schritt wurden gebrauchte Piranha 3H aus ehemals dänischen Beständen beschafft. Darauf aufbauend liefere Deutschland nun auch Fahrzeuge der neuen Piranha-5-Generation an Moldau. Damit werde schrittweise veraltetes sowjetisches Gerät ersetzt und die Interoperabilität mit europäischen Partnern verbessert.
Das Projekt umfasst laut Mitteilung darüber hinaus Maßnahmen zur langfristigen Sicherstellung von Wartung, Instandsetzung und Einsatzbereitschaft der Piranha-Fahrzeugflotte.
Die bereitgestellten Fahrzeuge stammen aus Industriebeständen und werden durch die Bundesregierung finanziert. Die Lieferung baut auf einer langjährigen Kooperation zwischen Deutschland und der Republik Moldau im Verteidigungsbereich auf. Grundlage dieser Zusammenarbeit ist die im Jahr 2003 unterzeichnete „Vereinbarung über die Zusammenarbeit im militärischen Bereich“. Seitdem wurde die Zusammenarbeit kontinuierlich ausgebaut und umfasst heute unterschiedliche Maßnahmen zur Unterstützung der moldauischen Streitkräfte.
Die Ertüchtigungsinitiative der Bundesregierung ist ein außen- und sicherheitspolitisches Instrument der bi- und multilateralen Kooperation und wird vom Verteidigungsministerium und dem Auswärtigen Amt gemeinsam verantwortet. Übergeordnetes Ziel ist es dabei, Partner so zu unterstützen, dass sie unter Beachtung menschenrechtlicher und rechtstaatlicher Standards eigene Krisenprävention und Krisenbewältigung betreiben können.
Lars Hoffmann
















