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Rüstungsverkäufe 2015 leicht gesunken

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Der weltweite Umsatz mit Waffen und militärischen Dienstleistungen der 100 größten Rüstungsfirmen hat nach Angaben des Stockholmer Friedensforschungsinstitutes SIPRI im vergangenen Jahr um 0,6 Prozent auf 370,7 Mrd USD abgenommen. Diese sei der fünfte Rückgang in Folge, teilten die Friedensforscher am Montag weiter mit.

US-Unternehmen dominieren die Top-100-Liste von SIPRI und kommen 2015 auf einen kumulierten Verkaufswert ihrer Güter von 209,7 Mrd USD – ein Minus  von 2,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Weltweit größter Rüstungskonzern bleibt demnach Lockheed Martin.

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Die Verkäufe von westeuropäischen Unternehmen auf der SIPRI-Liste legten den Angaben zufolge um 6,6 Prozent gegenüber 2014 zu und erreichten einen Wert von 95,7 Mrd USD. Damit sei der Umsatzrückgang der Jahre 2013 bis 2014 unterbrochen worden.

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Thales mit mehr Umsatz als die drei größten deutschen Firmen

Die drei gelisteten deutschen Firmen – Rheinmetall, ThyssenKrupp und KMW – steigerten laut SIPRI ihre kumulierten Umsätze um 7,4 Prozent auf rund 5,6 Mrd EUR. Im Vergleich mit den zusammengefassten Umsätzen der sechs in der Liste aufgeführten französischen Unternehmen kommen sie jedoch nur auf etwa ein Viertel deren Geschäftsvolumens. Denn die Konkurrenten westlich des Rheins erzielten 2015 einen Umsatzwert von 21,4 Mrd USD – ein Plus von 13,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Auch im direkten Größenvergleich zwischen französischen und deutschen Unternehmen schneiden die Deutschen schwach ab. So ist Rheinmetall als größtes deutsches Rüstungsunternehmen mit 2,87 Mrd USD Umsatz kleiner als jeweils die drei größten französischen Konzerne Thales (8,1 Mrd USD), Safran (5,02 Mrd USD) und DCNS (3,32 Mrd USD). Auffällig ist überdies, dass das französische Rüstungsforschungsinstitut CEA mit einem Umsatz von 1,95 Mrd USD ein größeres Geschäftsvolumen verzeichnet als jeweils ThyssenKrupp (1,89 Mrd USD) und KMW (0,84 Mrd USD).

Den weiteren Angaben der Stockholmer Friedensforscher zufolge legten die kumulierten Waffenverkäufe der elf in der Top-100-Liste aufgenommenen russischen Unternehmen um 6,2 Prozent auf 30,1 Mrd USD zu – zehn der elf Firmen konnten dabei ihre Umsätze steigern.
lah/12/6.12.2016