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Kommen neue niederländische U-Boote aus Frankreich?

Medienberichten in Frankreich und den Niederlanden zufolge, könnte sich die niederländische Regierung für die Vergabe eines Milliardenauftrags zur Beschaffung neuer U-Boote an die französische Naval Group entschieden haben. Wie es in den Artikeln heißt, die sich auf nicht genannte Quellen beziehen, ist die Entscheidung zugunsten des französischen Angebots bereits gefallen.

Der Wert für den Bau von vier U-Booten als Nachfolger der Walrus-Klasse könnte womöglich bei bis zu 6 Milliarden Euro liegen. Die französische Naval Group war zusammen mit dem niederländischen Unternehmen Royal IHC als Bieter ins Rennen gegangen. Dazu haben Naval Group und Spezialschiffbauer (Entwicklung und Bau von Spezialgeräten und Ausrüstung für die Offshoreindustrie) Royal ICH 2019 eine Kooperationsvereinbarung gezeichnet, wonach das niederländische Unternehmen dem Vernehmen nach Bau und Ausstattung der U-Boote nach französischem Design übernehmen würde. Naval Group ist Beobachtern zufolge mit einer Modifikation der Barracuda-Klasse mit konventionellem Antrieb in Rennen um die Walrus-Nachfolge gegangen. Bei dem Originaldesign der Barracuda handelt es sich um ein nuklear angetriebenes Jagd-U-Boot der französischen Marine.

Das Anbieterkonsortium bestehend aus der niederländischen Werft Damen Naval und Saab aus Schweden sowie thyssenkrupp Marine Systems würden bei dem Auftrag nicht berücksichtigt, wenn die Informationen zutreffen. Damen Naval soll allerdings umfassend am Bau von vier neuen Luftverteidigungsfregatten sowie sechs amphibischen Transportschiffen für die niederländische Marine beteiligt werden. Die Projekte waren in diesem Monat vom niederländischen Verteidigungsministerium verkündet worden.

Wie es in einem Bericht des Nachrichtenkanals NOS heißt, wird die offizielle Entscheidung zum Kauf von französischen U-Booten voraussichtlich am Freitag bei der regulären Sitzung des Ministerrates getroffen. Aber bereits am Mittwoch solle dazu bereits eine Parlamentsdebatte stattfinden, was wiederum dem Zeitplan entsprechen würde, den das niederländische Verteidigungsministerium in einer kürzlich gegebenen Antwort auf eine Parlamentsanfrage bekanntgegeben hat.
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