IG Metall Küste fordert Weiterbau trotz Werftinsolvenz

Die IG Metall Küste hat das Bundesverteidigungsministerium aufgefordert, den Weiterbau des Segelschulschiffes Gorch Fock trotz des laufenden Insolvenzverfahrens durch die Elsflether Werft AG zu ermöglichen. „Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen darf die Beschäftigten der Werft und bei den Zulieferern nicht hängen lassen“, wird Meinhard Geiken, Bezirksleiter der IG Metall Küste, in einer Mitteilung der Gewerkschaft zitiert. Die Werft müsse auch in dieser schwierigen Situation die Chance bekommen, die geforderte Transparenz über die Kosten herzustellen und dann die Sanierung des Schiffes fortsetzen, so der Gewerkschafter.

Laut Angaben der Gewerkschaft sind neben den 130 Beschäftigten auf der Elsflether Werft Hunderte Arbeitsplätze bei Zulieferern und anderen Unternehmen in Niedersachsen und Bremen betroffen. Die IG Metall Küste unterstütze den Antrag des neuen Vorstands der Elsflether Werft AG auf Insolvenz in Eigenverwaltung und habe sich bereit erklärt, in dem zu gründenden Gläubigerausschuss mitzuarbeiten.

Der  Gorch-Fock-Auftrag müsse gesichert und der wegen der Korruptionsvorwürfe verhängte Zahlungsstopp möglichst schnell aufgehoben werden, so Geiken weiter. „Außerdem erwarten wir Aufklärung über das von den früheren Vorständen aufgebaute Unternehmensgeflecht und angeblich rätselhafte Geldflüsse in Millionen-Höhe.“
lah/12/20.2.2019