Bundeswehr hat bislang 84 Mio EUR für Forschung ausgegeben

Die Bundeswehr hat nach Angaben des Verteidigungsministeriums in den vergangenen zehn Jahren rund 84 Mio EUR für die Erforschung der Lasertechnologie ausgegeben. Das Geld sei für Vorhaben verschiedener Rüstungsunternehmen und deutscher Forschungsinstitute verwendet worden.

Im Vordergrund stehe die defensive Anwendung der Technologie, etwa zur Abwehr von Raketen und Luftangriffen. Laserwaffen seien hochpräzise, wodurch Kollateralschäden vermieden werden könnten, heißt es in der Meldung des BMVg. Die Wirksamkeit der Systeme sei skalierbar, könne also dem Einsatzszenario entsprechend abgestuft werden.

Ein Problem bei der Technologie ist die Sicherstellung einer ausreichenden Energieversorgung. Das sei auf Schiffen– wegen der leistungsstarken Generatoren an Bord – gegeben, schreibt das BMVg. „Eine Montage von Laserwaffen auf Landfahrzeugen hingegen wird seitens des Ministeriums aufgrund des hohen Energiebedarfs und der Störanfälligkeit der Systeme als schwierig eingestuft.“

Der mögliche zukünftige Einsatz ist laut Ministerium nicht nur von der technischen Umsetzbarkeit, sondern auch von den rechtlichen und sicherheitstechnischen Voraussetzungen abhängig. Das Unternehmen Rheinmetall habe bereits 2013 einen Radpanzer Boxer mit einem Hochenergielaser (HEL) der 20-Kilowatt-Klasse ausgerüstet und die Präzision der Lasertechnologie demonstriert.

Nach Angaben des Unternehmens war es möglich, ein auf einem Pickup installiertes Maschinengewehr zu neutralisieren, indem mithilfe des Lasers eine einzelne Patrone im Munitionsgurt zerstört wurde. Ein weiteres Einsatzszenario kann nach Einschätzung des BMVg die Entschärfung von Sprengsätzen aus sicherer Entfernung sein. Die US-Navy habe bereits eine leistungsstarke Laserwaffe an Bord „USS Ponce“ erprobt. Im vergangenen Jahr bekämpften Soldaten damit nach Angaben der US-Navy erfolgreich Ziele in der Luft, darunter Drohnen.
lah/13.7.2015