Verteidigungsminister Boris Pistorius hat heute im Beisein des bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder das neue Innovationszentrum der Bundeswehr (InnoZBw) am Standort Erding feierlich eröffnet.
Wie es in einer Mitteilung des BMVg weiter heißt, sollen am InnoZBw Forschung, Innovation und militärische Praxis zusammenwachsen. Truppe, Start-Ups, Industrie und Forschende werden den Angaben zufolge miteinander an Lösungen für einsatzbereite und hochmodern ausgestattete Streitkräfte arbeiten. Dabei werde auch das Ziel verfolgt, innovative Produkte schnell den Soldatinnen und Soldaten in der benötigten Anzahl zur Verfügung zu stellen. Das bestehende und bereits erfolgreich arbeitende „Innovationslabor System Soldat“ in Erding soll dafür der Nukleus sein.
Vor knapp einem Jahr hatte der Minister bei der Innovation Night auf der Münchner Sicherheitskonferenz betont, worauf es ankommt: neueste Entwicklungen und Innovationen müssen der Bundeswehr schnell zur Verfügung stehen. Innovation kann nicht von oben befohlen werden. Sie entstehen laut Pistorius, wenn Herausforderungen, kluge Köpfe und modernste Technologien ganz nah zusammenkommen.
Der Standort Erding in Bayern bietet laut Minister durch die Nähe zum Innovationsumfeld der Metropolregion München, mit Start-Up-Szene, Industrie und Universitäten, ideale Bedingungen. Außerdem wolle die bayerische Landesregierung mit der Initiative für einen Innovationscampus „Defence Lab Erding“ die Ansiedlung ziviler Forschung, Unternehmen und Start-Ups auf dem ehemaligen Fliegerhorst Erding fördern.
Der neue Leiter des Innovationszentrums, Flottillenadmiral Christian Bock, soll mit seinem Team die Innovationskraft aus der zivilen und militärischen Welt zusammenbringen, schneller vernetzen, Chancen erkennen und Technologiesprünge möglich machen. Admiral Bock war vorher als Unterabteilungsleiter im BMVg auch zuständig für das Themenfeld „Drohnen“.
Wie Pistorius bei der Veranstaltung in Erding ausführte, profitiert Deutschland sehr von den Erfahrungen der ukrainischen Streitkräfte auf dem Gefechtsfeld. Das gelte insbesondere für Drohnen, Drohnenabwehr, Künstliche Intelligenz und die Entwicklung von preiswerten, weitreichenden und effektiven Flugkörpersystemen. Er sei in Gesprächen mit seinem ukrainischen Amtskollegen, wie Deutschland von der Entwicklung und Erprobung profitieren könne. Pistorius sieht überdies Potenzial für die gemeinsame Produktion von Waffensystemen in der Ukraine und Deutschland.
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