Der norwegische Rüstungskonzern Kongsberg verfügt seit Neuestem über ein Repräsentanz-Büro in der Friedrichstraße in Berlin. Die feierliche Eröffnung der Niederlassung fand gestern in der Repräsentanz der norwegischen Botschaft in Berlin statt. Geleitet wird das Büro von Oliver Dellschau, Vice President Business Development Deutschland von Kongsberg, der das Unternehmen hierzulande vertritt.
Dellschau hatte bereits vor einiger Zeit die Nachfolge von Hermann Bliss und Iven Geerk angetreten, die über Jahrzehnte für Kongsberg in Deutschland tätig waren. Bei den Vorbereitungen für das neue Büro wurde Dellschau, selbst Oberst der Reserve und mit langer Erfahrung in der Rüstungsindustrie, vom Kongsberg-Kollegen Jarle Næss unterstützt.
Wie die norwegische Botschafterin in Berlin, Laila Stenseng, in ihrer Ansprache bei der Veranstaltung betonte, verbindet Deutschland und Norwegen eine über Jahrzehnte gewachsene enge Zusammenarbeit im Rüstungsbereich – zuletzt bei der Beschaffung identischer U-Boote der Klasse 212 CD. Der Botschafterin zufolge ergibt sich für die Zukunft insbesondere im Bereich der Raumfahrt weiteres Kooperationspotenzial für beide Länder. So verfügt der zum Teil in Staatsbesitz befindliche Kongsberg-Konzern über eine umfassende Wertschöpfungskette im Bereich von Satelliten, die sich von der Entwicklung und dem Bau, über den Start bis zum Betrieb und den damit verbundenen Dienstleistungen erstreckt.
Die Bundeswehr will nach Aussage von Verteidigungsminister Boris Pistorius bis zum Jahr 2030 rund 35 Milliarden Euro in Weltraumaktivitäten investieren. Überdies kooperiert Kongsberg mit MBDA Deutschland sowie Diehl bei der Entwicklung des Überschall-Seezielflugkörpers 3SM in einem bilateralen Rüstungsprojekt. Wie auf der Veranstaltung zu vernehmen war, arbeitet das aus norwegischen und deutschen Experten bestehende Team vertrauensvoll zusammen und macht gute Fortschritte.
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