Das Münchener Start-up TYTAN Technologies hat gestern einen neuen Standort in Bayern eröffnet. Mit der Büro- und Produktionserweiterung wil das Unternemen nach eigenen Angaben die operativen Grundlagen für die industrielle Skalierung seiner Counter-UAS-Systeme bereit.
Der Ausbau markiert laut TYTAN Technologies einen strategischen Schritt im Übergang von der Entwicklungsphase zur Serienproduktion. Das Unternehmen arbeitet daran, bis Ende des Jahres eine Produktionskapazität von bis zu 3.000 Interceptor-Drohnen pro Monat aufzubauen. Ziel sei es, einen substanziellen Beitrag zur Abwehr unbemannter Bedrohungen zu leisten.
Die Mission des Start-ups ist nach eigenen Angaben der Schutz des europäischen Luftraums durch kosteneffiziente, skalierbare und autonome Counter-Drone-Interceptors. Die Systeme von TYTAN seien interoperabel ausgelegt und als Bestandteil einer mehrschichtigen Luftverteidigungsarchitektur konzipiert.
Der neue Standort diene nicht nur als Bürofläche, sondern bilde das organisatorische und technische Rückgrat für den Hochlauf der Produktion. Entwicklung, Systemintegration, Qualitätsmanagement und Skalierungsprozesse werden der Mitteilung zufolge hier gebündelt.
TYTAN Technologies hat seine Abfangsysteme bereits unter realen Einsatzbedingungen in der Ukraine erfolgreich getestet und entwickelt diese kontinuierlich weiter, wie aus der Mitteilung hervorgeht. Die gewonnenen Erkenntnisse fließen demnacn direkt in die technologische Weiterentwicklung und Systemarchitektur ein. Parallel arbeitet das Unternehmen nach eigenen Angaben mit verschiedenen Streitkräften zusammen, darunter auch mit der Bundeswehr, um die Interoperabilität und Einsatzfähigkeit seiner Systeme innerhalb bestehender militärischer Strukturen sicherzustellen.
Zur Eröffnung besuchte Bayerns Ministerpräsident Markus Söder den neuen Standort, um sich über den Stand der Entwicklung kinetischer Drohnenabwehrsysteme zu informieren. Nach Aussage von Söder ist Bayern Top-Cluster für Drohnenabwehr, Defense-Tech und Start-ups. Sein Bundesland sei der Verteidigungs-Standort Nummer 1 in Deutschland mit fast einem Drittel des gesamten Volumens. „Wir setzen voll auf Technologie und Sicherheit. Dazu haben wir ein eigenes Bundeswehrgesetz, machen ein Rüstungsgesetz für einfachere Firmenansiedlungen, mehr Zusammenarbeit mit den Unis und weniger Bürokratie und gründen ein Defense Lab mit der Bundeswehr in Erding.“
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