Rheinmetall mit der Lieferung von Lynx-Schützenpanzern an die Ukraine beauftragt

Waldemar Geiger

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Der Düsseldorfer Rüstungskonzern Rheinmetall wurde eigenen Angaben zufolge mit der Herstellung und Lieferung eines ersten Loses von Lynx KF41-Schützenpanzern an die Ukraine beauftragt, weitere Lose – inklusive einer Produktion in der Ukraine – sollen bald folgen. Wie aus einer heutigen Mitteilung des Unternehmens hervorgeht, wurde der Vertrag für die ersten fünf Gefechtsfahrzeuge im Dezember 2025 gezeichnet, wovon die ersten Fahrzeuge bereits Anfang 2026 an die Ukraine geliefert werden sollen.

Rheinmetall zufolge beläuft sich der Wert des Vertrages auf einen mittleren zweistelligen Millionen-Euro-Betrag. Die Finanzierung erfolgt durch die Bundesrepublik Deutschland.

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„Die Entscheidung für den Lynx KF41 erfolgte nach umfangreichen Tests des Schützenpanzers der nächsten Generation. Die Schützenpanzer werden den Zwei-Mann-Turm Lance haben und länderspezifisch konfiguriert sein. Als nächster Schritt ist die Beschaffung weiterer Lose einschließlich der Produktion in der Ukraine vorgesehen“, heißt es in der Mitteilung.

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Lynx KF41

Rheinmetall hatte den Lynx KF41 erstmalig im Juni 2018 im Rahmen der Eurosatory in Paris öffentlich vorgestellt. Bis jetzt haben sich nur Ungarn und Italien dazu entschieden, Schützenpanzer auf dieser Plattform für die eigenen Streitkräfte zu beschaffen.

Angetrieben wird das über 40 Tonnen schwere Fahrzeug von einem 1.140 PS starken 12-Zylinder-Dieselmotor des Typs D9612 von Liebherr und einem Getriebe von Renk. Der Lynx- Schützenpanzer ist mit einem bemannten „Lance 2.0“-Turm, der mit einer MK 30-2/ABM 30-mm-Kanone bewaffnet ist, ausgestattet. Zudem kann der Schützenpanzer mit einem integrierten Werfer für Panzerabwehrlenkflugkörpersysteme des Typs Spike LR2 versehen werden.

Mit seinem großen Innenraumvolumen bietet der Lynx Platz für drei Besatzungsmitglieder und eine Infanteriegruppe mit einer Absitzstärke von bis zu neun Soldaten. Auch die äußeren Dimensionen des Fahrzeuges sind laut einer Veröffentlichung der ungarischen Streitkräfte mit einer Höhe von 3,73 m, einer Länge von 8,49 m und einer Breite von 3,8 m beachtlich.

Waldemar Geiger