Rocket Lab gründet deutsches Tochterunternehmen und will Europa Zugang zu Weltraumfähigkeiten bieten

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Die Rocket Lab Corporation, ein globaler Anbieter von Startdienstleistungen und Raumfahrtsystemen mit Wurzeln in Neuseeland und Hauptsitz in den USA, hat heute die Gründung der Rocket Lab Germany GmbH bekanntgegeben. Diese strategische Expansion markiere einen Meilenstein im internationalen Wachstum des Unternehmens und schaffe die Voraussetzungen für einen möglichen weiteren Ausbau der Satelliten- und  Komponentenfertigung von Rocket Lab in Deutschland, schreibt das Unternehmen. Ziel sei es, Europa Zugang zu souveränen Weltraumfähigkeiten zu ermöglichen. Die GmbH wurde offenbar bereits vor einigen Monaten gegründet.

Rocket Lab hat nach eigenen Angaben mit der strategischen Übernahme der Mynaric AG, einem führenden Anbieter optischer Laserkommunikationsterminals mit Sitz in München, bereits den Grundstein für den Einstieg in den europäischen Markt gelegt. Als Teil von Rocket Lab werde Mynaric weiterhin seine branchenführenden optischen Terminals produzieren und zukünftige Technologien für die optische Kommunikation entwickeln. Rocket Lab will seine Fertigungs- und Lieferkettenexpertise anwenden, um die Kapazitäten und Effizienz von Mynaric zu steigern.

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Mit der Gründung von Rocket Lab Germany sieht das Unternehmen die Möglichkeit, die Produktion in Deutschland um Satelliten, Nutzlasten und weitere Komponenten zu erweitern und einen regionalen Hub für Satellitenkonstellationen zu schaffen, um die wachsenden Anforderungen europäischer Kunden zu erfüllen.

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Im kommenden Jahrzehnt werde die Nachfrage ein beispielloses Niveau erreichen, schreibt das Unternehmen. Um den Anforderungen kommerzieller, verteidigungsbezogener und nationaler Sicherheitsprogramme gerecht zu werden, werden nach Eindschätzungen von Rocket Lab Tausende Satelliten benötigt. Rocket Lab Germany soll nicht nur den Ausbau der Satellitenproduktion und deren zentraler Komponenten ermöglichen, sondern kann mit Electron und Neutron auch Startdienstleistungen bereitstellen. Damit stelle das Unternehmen sicher, dass europäische Schlüsselprogramme einen zuverlässigen Zugang zum Weltraum haben.

Nach Einschätzung des Gründers und CEO von Rocket Lab, Peter Beck, steht Europa bei Startkapazitäten sowie in der Satelliten- und Raumfahrzeugfertigung vor erheblichen Herausforderungen. Rocket Lab Germany begegne diesen direkt, indem es zuverlässige Startkapazitäten mit der Satellitenproduktion im großen Maßstab verbinde.

Das an der US-Technologiebörse NASDAQ notierte Unternehmen ist nach eigenen Angaben ein führendes Raumfahrtunternehmen und bietet Startdienstleistungen, Raumfahrzeuge, Nutzlasten sowie Satellitenkomponenten für kommerzielle und öffentliche Auftraggeber sowie für nationale Sicherheitsprogramme. Rocket Labs Trägerrakete Electron ist dem Unternehmen zufolge die weltweit am häufigsten gestartete kleine Trägerrakete für Orbitalmissionen. Mit HASTE biete das Unternehmen Hyperschalltestflüge für die US-Regierung und verbündete Staaten an. Die derzeit in Entwicklung befindliche Trägerrakete Neutron soll künftig Missionen zum Aufbau von Satellitenkonstellationen sowie nationale Sicherheits- und Explorationsmissionen ermöglichen.

Über den Ort möglicher Raketenstarts für europäische Kunden gibt es in der Mitteilung keine weiteren Informationen. Rocket Lab verfügt über einen eigenen Startplatz in Neuseeland und startet seine Raketen auch von der Ostküste der USA aus. Überdies arbeitet das Unternehmen an einer schwimmenden Plattform, die im Atlantik positioniert werden soll, und für die Landung der ersten Stufe der neuen Neutron-Trägerrakete vorgesehen ist. Die Neutron soll eine Masse von 13 Tonnen in den Orbit bringen und die erste Stufe soll wiederverwendbar sein. Die Raumfahrzeuge und Satellitenkomponenten von Rocket Lab sind bereits bei mehr als 1.700 Missionen zum Einsatz gekommen, wie aus der Mitteilung hervorgeht.
lah