Quo Vadis, Minentaucher? Eine spezialisierte Fähigkeit zwischen Minenabwehr, Marineinfanterie und Spezialkräften

Arne Björn Krüger

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Seit dem 1. April 2014 ist die Minentaucherkompanie (MiTaKp) Teil des Seebataillons (SeeBtl). Formal ist die Frage, wer die Minentaucher (MiTa) heute führt, somit beantwortet. Doch ist eine vor mehr als einem Jahrzehnt geschaffene aktuelle Organisationsstruktur auch unter den Anforderungen künftiger Krisen und Kriege noch die zweckmäßigste Lösung? Diese Frage stellt sich insbesondere dann, wenn eine personell knappe Fähigkeit gleichzeitig von unterschiedlichen Verbänden der Streitkräfte (SK) benötigt und für den jeweiligen Auftrag mit weiteren Kräften und Unterstützungsleistungen zusammengeführt werden muss.

Zu untersuchen ist deshalb nicht, inwieweit die heutige Unterstellung der Minentaucher „falsch“ ist. Entscheidend ist vielmehr, ob sie künftig eine schnelle, verlässliche und auftragsgerechte Bereitstellung der Minentaucher für unterschiedliche Bedarfsträger absehbar ermöglicht, oder ob veränderte Einsatzbedingungen andere Bereitstellungs-, Führungs- oder Unterstützungsverfahren erfordern.

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Ein ehemaliger Chef der Minentaucherkompanie brachte die aktuelle Problematik gegenüber dem Autor zugespitzt auf den Punkt: „Die Minentaucher dürfen nicht Spielball Einzelner sein, sondern das Gesamtpaket muss wahrgenommen und entsprechend positioniert werden.“[1] Diese pointierte Aussage belegt für sich genommen kein Defizit der gegenwärtigen Unterstellung im Seebataillon. Sie verdeutlicht jedoch das Spannungsfeld, in dem sich die Minentaucher-Fähigkeit bewegt: Sie wird zugleich von Minenabwehr, Marineinfanterie, Spezialkräften und weiteren Einsatzverbänden der Bundeswehr (Bw) benötigt.

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Zusätzliche Bedeutung erhält diese Frage durch die Bedingungen des modernen Gefechtsfeldes nach dem Angriff Russlands auf die Krim 2014 und die Ukraine 2022. Drohnen überwachen heute Räume durchgehend, elektronische Signaturen detektieren die Stellungen und Bewegungen. Weitreichende Präzisionswaffen bedrohen jenseits der eigentlichen Front gelegene Häfen sowie Führungs- und Logistikeinrichtungen der NATO. Vor allem aber ist die Zeit zwischen Aufklärung und Wirkung drastisch geschrumpft. Aus der Ukraine werden für sogenannte Sensor-to-Shooter-Prozesse Zeiträume von nur „drei bis fünf Minuten“ berichtet.[2] Wer aufgeklärt wird und zu lange an einem Ort verbleibt, muss damit rechnen, vom Gegner schnell bekämpft zu werden.

Eine Streitkraft, die aus diesen Entwicklungen weitreichende Konsequenzen gezogen hat, ist das U.S. Marine Corps. Mit seinem seit 2020 laufenden sogenannten Force-Design-Prozess richtet es sich auf verteilte Operationen kleinerer, hochmobiler Kräfte in einem durch gegnerische Aufklärung und weitreichende Wirkmittel dominierten Umfeld aus. Die dabei gewonnenen Erfahrungen aus den aktuellen Kriegen in der Ukraine und im Nahen Osten fließen dabei unmittelbar in die laufende Anpassung von Organisation, Ausbildung und Ausrüstung ein.[3] Der Commandant, Vier-Sterne-General Eric M. Smith, hebt insbesondere verteilte Operationsführung, unbemannte und zunehmend autonome Systeme, resiliente Führungsverbindungen sowie eine auch unter gegnerischer Bedrohung funktionsfähige Logistik hervor.[4] Diese ist dabei längst nicht mehr nur eine rückwärtige Unterstützungsleistung. Smith (2026) formuliert es eindeutig: „In contested environments, sustainment is no longer a rear-area function but a forward warfighting requirement.“[5] Sinngemäß heißt das: Unter gegnerischer Bedrohung ist Logistik keine rückwärtige Aufgabe mehr, sondern selbst Voraussetzung erfolgreicher Gefechtsführung.

Der Autor Fregattenkapitän a.D. Arne Björn Krüger war selbst Minentaucher und unter anderem erster Kommandeur des Seebataillons.
Der Autor Fregattenkapitän a.D. Arne Björn Krüger war selbst Minentaucher und unter anderem erster Kommandeur des Seebataillons. (Bild: Bundeswehr)

Die Konsequenz daraus für die an Land eingesetzten Verbände der Deutschen Marine ist ebenso einfach wie anspruchsvoll: Kleine militärische Elemente müssen sich geschützt bewegen und auch dann weiterkämpfen können, wenn die Verbindung zur übergeordneten Führung zeitweise ausfällt. Sie benötigen deshalb nicht nur ihre eigentliche fachliche Fähigkeit. Mobilität, Schutz, Versorgung, Instandsetzung, sanitätsdienstliche Unterstützung und eine auf den Auftrag ausgerichtete Führung werden zu Voraussetzungen ihrer Wirksamkeit und ihres Überlebens im Kampf. Zugleich muss die jeweils zuständige Führungsebene in der Lage bleiben, knappe und spezialisierte Hochwertkräfte jederzeit dort einzusetzen, wo sie für den Gesamtauftrag den größten Nutzen entfalten.

Für Organisation und Führung lässt sich neben dem bekannten Grundsatz „Train as you fight“ auch der neue Gedanke „Train and work as you fight“ heranziehen.[6] Das heißt: Führungswege, Zuständigkeiten und Unterstützungsbeziehungen sollten bereits im alltäglichen Dienst möglichst so angelegt und geübt werden, wie sie später auch in Krise und Krieg funktionieren sollen.

Aus beiden Überlegungen ergibt sich der Maßstab für die folgende Bewertung der organisatorischen Einordnung der Minentaucherkompanie: Sie muss einerseits so eingebunden sein, dass die für ihren Einsatz erforderlichen Unterstützungsfähigkeiten verlässlich verfügbar sind. Andererseits muss gewährleistet bleiben, dass die Minentaucher unabhängig von ihrer truppendienstlichen Heimat für unterschiedliche Bedarfsträger bereitgestellt und auftragsgerecht eingesetzt werden können. Die möglichen Organisationsmodelle sind deshalb im Folgenden vor allem an zwei Kriterien zu messen: an der verlässlichen Abstützung – also der Verfügbarkeit von Mobilität, Logistik, Führungsmittel, Schutz und weiteren Unterstützungsleistungen – und an der übergreifenden Verfügbarkeit der Minentaucher-Fähigkeit.

Die eigentliche Frage dieses Artikels lautet daher: Wer führt künftig die Minentaucher – und auf welcher Ebene wird über Bereitstellung, Priorisierung für welche Aufgabe und Einsatz ihrer Fähigkeit entschieden?

Eine spezialisierte Fähigkeit für viele Aufträge

Die Fähigkeiten der Minentaucher sind vielseitig einsetzbar und in einer spezialisierten Kompanie gebündelt. Gerade deshalb wiegt ein dauerhaft geringer Personalbestand besonders schwer. Die Schwierigkeiten bei Personalgewinnung und -bindung sind dabei keineswegs neu. Bereits 2009 wurde öffentlich über die personelle Situation der Minentaucherkompanie berichtet. Unter Berufung auf den Wehrbeauftragten des Deutschen Bundestages hieß es damals, „nur jede dritte Stelle“ sei besetzt.[7] Zwei Jahre später griff die Berliner Morgenpost die Problematik unter der zugespitzten Überschrift „Minentaucher vor dem Untergang“ erneut auf. [8] Auch danach blieb die personelle Lage angespannt: Der Jahresbericht des Wehrbeauftragten für 2016 wies für die Minentaucherkompanie bei einem Soll von 120 Soldaten lediglich 55 besetzte Dienstposten aus.[9] Umso schwerer wiegt, dass die kleine Spezialistentruppe heute von immer mehr Bedarfsträgern für ein deutlich breiteres Auftragsspektrum benötigt wird.

Minentaucher sind heute weit mehr als „nur“ Taucher der klassischen Minenabwehr. Sie unterstützen das 3. Minensuchgeschwader im Rahmen von Mine Countermeasures (MCM), werden aber ebenso für die Kampfmittelabwehr im Hafen- und Küstenraum, für Boarding- und amphibische Operationen des Seebataillons sowie für Spezialoperationen des Kommandos Spezialkräfte der Marine (KSM) benötigt.

Im Very Shallow Water (VSW), an Land, in Häfen oder von schwimmenden Plattformen aus reicht ihr Einsatzspektrum von Explosive Ordnance Disposal (EOD), also der Kampfmittelbeseitigung, über Improvised Explosive Device Disposal (IEDD), die Beseitigung improvisierter Spreng- und Brandvorrichtungen, bis zur unmittelbaren Unterstützung anderer spezialisierter Kräfte. Hinzu kommen Aufgaben der Amtshilfe im Inland, beispielsweise bei anspruchsvollen Such- und Bergungseinsätzen in Gewässern.[10] Gerade die EOD-Fähigkeit ist dabei für die Bewegungs- und Handlungsfreiheit maritimer Kräfte von zentraler Bedeutung: Verminte Zufahrten, Kampfmittel in Häfen und Küstenräumen oder improvisierte Sprengvorrichtungen können sowohl Bewegungen an Land als auch den sicheren Einsatz von Schiffen und Booten erheblich einschränken oder ganz verhindern.

Minentaucher können auch mittels Hubschrauber gegen Treibminen eingesetzt werden.
Minentaucher können auch mittels Hubschrauber gegen Treibminen eingesetzt werden. (Bild: Bundeswehr / BjörnWilke)

Die Rückkehr zur Landes- und Bündnisverteidigung (LV/BV) erhöht zudem die Anforderungen an die Einbindung und Abstützung der Minentaucher. Denn diese können ihre hochspezialisierte Kernaufgabe zwar erfüllen, benötigen für einen wirksamen Einsatz jedoch zusätzliche Unterstützungsfähigkeiten. Wer sie etwa zur Kampfmittelabwehr in einem deutschen oder litauischen Hafen oder zur Abwehr von Unterwasser-bedrohungen aus einem Hafen heraus einsetzt, muss auch ihre Verlegung, geschützte Mobilität, Versorgung, Instandsetzung, tauchmedizinische Unterstützung und – unter einer realistischen Drohnen- und Sabotagebedrohung – ihre infanteristische Sicherung sowie die tauchermedizinische Unterstützung an Land mitdenken. Die Frage nach der Zukunft der Minentaucher ist deshalb nicht allein eine Frage des Tauchens oder der Minenabwehr. Sie ist ebenso eine Frage von Führung, Logistik und Schutz.

Zwischen Seebataillon, Spezialkräften und Minenabwehr

Auch wenn die Minentaucherkompanie heute dem Seebataillon truppendienstlich – vereinfacht also gesagt: im organisatorischen und personellen Dienstbetrieb – unterstellt ist, so bestanden historisch ebenso enge organisatorische und fachliche Verbindungen zur Minenabwehr und den Kampfschwimmern (KS).[11] Von 1964 bis 1991 war die Minentaucherkompanie in der Bundesmarine noch als selbstständige Kompanie unmittelbar zunächst dem Kommando der Minenstreitkräfte und ab 1967 der Flottille der Minenstreitkräfte (MSFltl) zugeordnet. Anschließend wurden Minentaucher und Kampfschwimmer zunächst in der Waffentauchergruppe, ab 2001 im Bataillon Spezialisierter Kräfte und ab 2003 bis 2014 in den Spezialisierten Einsatzkräften Marine (SEK M) zusammengeführt.[12]

Die Bundesmarine und spätere Deutsche Marine haben damit also in der Vergangenheit bereits unterschiedliche Organisationsmodelle für die Minentaucher genutzt. Entsprechend unterschiedlich und emotional fallen in Minentaucherkreisen – je nach Alter und Prägung – bis heute die Vorstellungen darüber aus, wo diese Spezialisten aus Eckernförde organisatorisch am besten aufgehoben sind: beim 3. Minensuchgeschwader, beim Seebataillon, beim KSM, oder auf Ebene der Einsatzflottille 1 (EF1) oder sogar darüber?

Die Antwort sollte aber nicht davon abhängen, welchem Verband sich Minentaucher historisch oder emotional besonders verbunden fühlen. Auch die Antwort auf die Frage, welcher Verband ihre Fähigkeiten am häufigsten nutzt, greift hier zu kurz. Entscheidend muss vielmehr sein, wie eine knappe, von mehreren Verbänden benötigte spezialisierte Fähigkeit unter den Bedingungen eines künftigen Gefechtsfeldes zuverlässig bereitgestellt, mit den erforderlichen Unterstützungsleistungen versehen und im jeweiligen Auftrag eindeutig geführt werden kann.

Eine Fähigkeit – viele Bedarfsträger

Innerhalb der Einsatzflotille 1 lassen sich derzeit drei ständige Bedarfsträger der Minentaucher -Fähigkeit identifizieren: Im 3. Minensuchgeschwader bleiben Minentaucher Teil der seegestützten Minenabwehr. Trotz zunehmender Nutzung unbemannter und autonomer Systeme gibt es Situationen, in denen der Mensch unter Wasser weiterhin unverzichtbar ist, etwa bei der unmittelbaren Untersuchung oder Bearbeitung von Kampfmitteln an schwer zugänglichen Stellen oder in der Nähe kritischer Infrastruktur.

Das Seebataillon benötigt Minentaucher insbesondere für die Kampfmittelabwehr im Hafen- und Küstenraum, bei amphibischen Operationen sowie zur Unterstützung von Boarding- und Evakuierungsoperationen. Hinzu kommt die enge deutsch-niederländische Zusammenarbeit mit dem Korps Mariniers, der niederländischen Marineinfanterie. Gerade für gemeinsame land- und küstengestützte Operationen stellt die Fähigkeit zur Kampfmittelabwehr sowohl unter Wasser als auch an Land einen wesentlichen deutschen Fähigkeitsbeitrag dar.

Im Ernstfall ist die Sicherung des Einsatzes der Minentaucher durch Marineinfanterie im küstennahen Umfeld immer notwendig.
Im Ernstfall ist die Sicherung des Einsatzes der Minentaucher durch Marineinfanterie im küstennahen Umfeld immer notwendig. (Bild: Bundeswehr / BjörnWilke)

Welche Bedeutung der Minentaucher-Fähigkeit bereits zu Beginn der vertieften deutsch-niederländischen Kooperation im Jahr 2015 beigemessen wurde, zeigt ihre ausdrückliche Einordnung in den politisch gewollten Integrationsprozess zwischen Seebataillon und Korps Mariniers. Die Fähigkeit ist damit nicht lediglich Bestandteil einer innerdeutschen Organisationsentscheidung, sondern zugleich Teil des deutschen Fähigkeitsbeitrags zur bilateralen Zusammenarbeit. Dies verdeutlicht eine Äußerung des damaligen Befehlshabers der niederländischen Marine, Generalleutnant der Marineinfanterie Rob Verkerk. Ende 2015 beschrieb er das deutsche Seebataillon als eine Verbindung aus Fähigkeiten der niederländischen Defensie Duikgroep und Elementen des Korps Mariniers.[13] Auch in einer Unterrichtung des niederländischen Parlaments aus dem Jahr 2016 wurden unter den besonderen Fähigkeiten des zu integrierenden Seebataillons ausdrücklich „duikers“ (Taucher) und „mijnenexperts“ (Minenexperten) hervorgehoben.[14] Nach Aussage eines damaligen niederländischen Verantwortlichen gegenüber dem Autor in Rotterdam wird die deutsche Minentaucherfähigkeit besonders geschätzt, weil entsprechende land- und küstengestützte „grüne“ Fähigkeiten der niederländischen Seite im Flachwasser-bereich zuvor reduziert worden waren und der Fokus der niederländischen Minentaucher auf seegestützten Mine-Countermeasures-Einsätzen liegt. Die deutschen Minentaucher schlossen somit nach dessen Einschätzung eine für amphibische Operationen sehr relevante Fähigkeitslücke der Niederländer. Im Rahmen derselben vertieften Kooperation erhielt Deutschland zugleich Möglichkeiten zur Mitnutzung des niederländischen Joint Support Ship HNLMS Karel Doorman.[15] Eine mögliche Herauslösung der Minentaucherkompanie aus dem Seebataillon wäre deshalb nicht nur als interne Organisationsentscheidung der Deutschen Marine zu betrachten, sondern auch mit Blick auf die verteidigungs-politisch gewollte deutsch-niederländische Integration zu bewerten.

Das KSM wiederum greift auf Fähigkeiten zurück, die besonders im Küstenvorfeld und im VSW benötigt werden. Hier bestehen Schnittstellen insbesondere bei spezialisierten EOD- und IEDD-Aufgaben, für die Minentaucher ihre besondere Fach-kompetenz einbringen. Gerade bei Operationen in Häfen, im Küstenvorfeld oder an maritimer Infrastruktur können Minen, IEDs und andere Sprengmittel die Bewegungs-freiheit der Spezialkräfte unmittelbar einschränken; die maritime EOD-Fähigkeit der Minentaucher kann dann Voraussetzung für die Fortsetzung des Auftrags sein.  In der Vergangenheit beruhten Teile dieser Zusammenarbeit nach Erfahrung des Autors teilweise auf informellen, auf Ebene der Einheitsführer getroffenen Vereinbarungen – im Bundeswehrjargon nicht selten humorvoll „Buddy-Buddy-Absprachen“ genannt.

Der Bedarf endet jedoch nicht an den Grenzen der Einsatzflottille 1. Das zeigte zuletzt der Einsatz EUNAVFOR ASPIDES im Roten Meer. Auf der Fregatte Hessen der Einsatzflottille 2 waren 2024 ebenfalls Minentaucher in Verbindung mit Soldaten der Bordeinsatzkompanie (BEK) des Seebataillons eingeschifft. Sie stellten dort unter anderem Fähigkeiten zur Kampfmittelabwehr und zum Umgang mit improvisierten Sprengsätzen bereit.[16] Damit wird deutlich, dass die Minentaucher -Fähigkeit flottillenübergreifend verfügbar sein muss.

Auch an den Grenzen der Marine endet dieser Bedarf nicht. Minentaucher wurden in der Vergangenheit auch in streitkräftegemeinsamen Auslandseinsätzen eingesetzt. Offizielle Marinequellen nennen unter anderem Kosovo und Afghanistan.[17] Darüber hinaus wurden die maritimen Kampfmittelbeseitiger laut Pressebericht auch im UN-Einsatz im Libanon ab 2006 benötigt.[18] 2022 wurde ein Minentaucher des Seebataillons innerhalb der Joint Special Operations Task Force Gazelle im Niger zur Ausbildung nigrischer Spezialkräfte eingesetzt.[19] Im Baltikum wiederum waren Minentaucher bei Baltic Tiger 2022 Teil eines teilstreitkräfte-übergreifenden Kräfteansatzes aus Marine, Luftwaffe und estnischen Kräften.[20]

Zwischenergebnis: Diese Beispiele zeigen vor allem eines – die Minentaucher -Fähigkeit muss unabhängig von ihrer truppendienstlichen Heimat über Verbands-, Flottillen- und gegebenenfalls Teilstreitkraftgrenzen hinweg einsatzbereit verfügbar sein. Das spricht für verbindliche Anforderungs- und Bereitstellungswege, nicht automatisch für eine veränderte Unterstellung.

Ein Taucher kommt selten allein

Hinzu kommt ein weiterer Aspekt. Eine Minentauchereinsatzgruppe besteht im Einsatz nicht nur aus Tauchern und ihrem Gerät. Gerade unter den eingangs beschriebenen neuen Bedingungen der LV/BV müssen insbesondere bei den durch die Bundeswehr geforderten Minentaucher-Einsätzen an Land[21] und in Häfen Mobilität, Schutz, Logistik, sanitätsdienstliche Versorgung und Durchhaltefähigkeit von Beginn an mitgedacht werden.

Personelle Engpässe, nur wenige bestehen den Lehrgang zum Minentaucher.
Personelle Engpässe, nur wenige bestehen den Lehrgang zum Minentaucher. (Bild: Bundeswehr / BjörnWilke)

Das wird besonders deutlich, wenn Minentaucher nicht von einem Minenjagdboot oder einem Minentauchereinsatzboot, sondern beispielsweise von einem Hafen im Baltikum aus operieren. Personal, Tauchgerät, Kampfmittelabwehrausrüstung und weitere Einsatzmittel müssen geschützt und auch abseits befestigter Straßen verlegt werden können. Kraftfahrzeuge benötigen Fahrer, Logistik und technische Unterstützung. Die Kräfte benötigen Versorgung, Instandsetzung vor Ort und tauchmedizinische Absicherung. Je nach Bedrohungslage ist zusätzlich eine Sicherung gegen Sabotage, Drohnenangriffe oder andere gegnerische Kräfte erforderlich. Abhängig von Einsatzdauer und Einsatzraum kann darüber hinaus die Abstützung auf Feldlager- oder vergleichbare logistische Infrastruktur notwendig werden. Die Minentaucherkompanie kann und sollte all diese Fähigkeiten nicht selbst vorhalten. Ein solcher Ansatz würde eine ohnehin personell knappe spezialisierte Fähigkeit mit zusätzlichen Unterstützungs-aufgaben belasten und innerhalb der Einsatzflottille 1 bereits vorhandene Strukturen duplizieren.

Das Seebataillon verfügt innerhalb der Marine bereits über einen wesentlichen Teil dieser Fähigkeiten: geschützte Landmobilität, Kraftfahrer, logistische Unterstützung, Instandsetzung, Sanität, begrenzte Feldlagerkapazität und infanteristische Kräfte. Diese Strukturen lassen sich auch für Minentauchereinsätze nutzen, ohne dass daraus automatisch eine vollständige organisatorische Unterstellung der Kompanie unter das Seebataillon folgen muss.

Gleichzeitig ist zu berücksichtigen, dass die Einsatzflottille 1 diese Unterstützungsleistungen selbst nicht als eigenständigen Fähigkeitspool vorhält. Sie liegen in den ihr unterstellten Verbänden. Für einen konkreten Auftrag müssen deshalb die erforderlichen Fähigkeiten aus den jeweils geeigneten Einheiten zu einem Kräfteansatz zusammengeführt werden. Gerade für land- und küstengestützte Minentaucher-Einsätze dürfte das Seebataillon dabei häufig ein naheliegender Abstützungsverband sein.

Die Synergien wirken dabei in beide Richtungen. Nicht nur die Minentaucher profitieren von den Unterstützungsfähigkeiten des Seebataillons; auch das Bataillon greift umgekehrt auf Material, Expertise und Fähigkeiten der Minentaucherkompanie zurück. Insbesondere Boote der Minentaucher (Boomeranger-RHIBs) sowie Teile der Bewaffnung, Bekleidung und Ausrüstung werden im Ausbildungs- und Einsatzbetrieb gemeinsam beziehungsweise ergänzend genutzt. Die Minentaucher-Boote besitzen damit zugleich erhebliche Bedeutung für den Ausbildungs- und Einsatzbetrieb anderer Teile des Seebataillons. Die heutige Einbindung hat damit über zwölf Jahre materielle, personelle und operative Verflechtungen geschaffen, die bei einer möglichen Umgliederung erhalten oder verbindlich neu geregelt werden müssten.

Gerade hier zeigt sich, dass eine organisatorische Trennung auf dem Papier nicht automatisch zu einer funktionalen Trennung führen darf. Sollte die Minentaucherkompanie aus dem Seebataillon herausgelöst werden, muss deshalb vorab geklärt sein, welche Boote, Fahrzeuge, Waffen, persönliche Bekleidung, Infrastruktur und Unterstützungs-leistungen wem künftig organisatorisch zugeordnet werden und unter welchen Bedingungen sie von beiden genutzt werden können.

Dass die landseitige Abstützung nicht nur für militärische Operationen im Rahmen der LV/ BV erforderlich ist, zeigen auch Einsätze im Inland. Auch für besondere Such- und Bergungsaufgaben können Minentaucher weit entfernt von ihrem Heimatstandort Eckernförde eingesetzt werden.[22] Der jüngste öffentlich belegbare Fall ist der Hubschrauberabsturz bei Grimma in Sachsen im Juli 2025.[23] Auch hier mussten Personal und Spezialgerät verlegt und über die Dauer des Einsatzes in einem Gewässer unterstützt werden.

Wohin also mit den Minentauchern?

Eine erste Bewertung zeigt: Die Unterstellung unter das 3. Minensuchgeschwader hätte den Vorteil der unmittelbaren Nähe zur klassischen Minenabwehr. Hinzu käme die enge Verzahnung mit den hierfür vorgesehenen Plattformen, Sensoren und Verfahren: Die Minenjagdboote sind auf den Einsatz von Minentaucher eingerichtet, und das Geschwader verbindet Minenjagd, Minentauchen und Minenräumen zu einem gemeinsamen Mine-Countermeasures-Kräfteansatz. Das würde jedoch das inzwischen deutlich breitere land-, küsten- und spezialkräftebezogene Auftragsspektrum im Rahmen LV/BV nur teilweise abbilden. Denn die Bw selbst beschreibt den Hauptauftrag der Minentaucher als „Munitionsbeseitigung auf See und an Land“.[24] Schlimmstenfalls könnte eine einseitige Ausrichtung auf die seegestützte Minenabwehr dazu führen, dass die Landbefähigung der Minentaucher schrittweise verloren geht. Für landgestützte Operationen müssten zudem technische Unterstützungsleistungen, insbesondere Landmobilität und Schutz, regelmäßig aus anderen Verbänden herangeführt werden.

Eine Anbindung an das KSM würde wiederum die enge Verbindung zu herausgehobenen Spezialoperationen stärken und zugleich zwei historisch eng miteinander verbundene Taucherspezialisierungen der Marine organisatorisch wieder zusammenführen. Historisch besitzen Minentaucher und Kampfschwimmer gemeinsame Wurzeln: Die 1964 in der Bundesmarine aufgestellte Minentaucherkompanie ging aus einem seit 1959 bestehenden Kampfschwimmerzug hervor[25]; noch Jahrzehnte später gehörten beide Spezialisierungen gemeinsam zur Verwendungsreihe (VR) 34 (Waffentaucher).[26] Heute sind beide personell getrennt: Die Bw führt die Kampfschwimmer als VR 34 und Minentaucher als VR 37.[27] Die gemeinsame Organisationsgeschichte unterstreicht aber ihre besondere historische und fachkulturelle Nähe. Gleichwohl würde eine Unterstellung unter das KSM nur einen vergleichsweise kleinen Ausschnitt des inzwischen deutlich breiteren Fähigkeitsspektrums der Minentaucher in den Mittelpunkt stellen.

Für die Unterstellung unter das Seebataillon sprechen aus Sicht des Autors mehrere unmittelbare Synergien: Auftragsschnittmengen beim land- und küstennahen Einsatz, Landmobilität, Logistik, die landmobile Sanität, der gemeinsame Standort Eckernförde, die erforderlichen Sicherungskräfte sowie die deutsch-niederländische Kooperation.

Allerdings ist das Seebataillon selbst auch einer der Bedarfsträger. Daraus lässt sich zumindest theoretisch ein Interessenkonflikt ableiten. Ob dieser in der Praxis tatsächlich besteht, müsste jedoch erst belegt werden. Entscheidend wäre, ob Anforderungen anderer Verbände an die Minentaucher-Fähigkeit aufgrund ihrer Einbindung in das Seebataillon in der Vergangenheit verzögert, eingeschränkt oder nicht erfüllt wurden. Ein solcher Befund müsste sich etwa aus Anforderungsverfahren, gemeinsamen Übungen, Einsatznachbereitungen oder der Dienstaufsicht durch die Führung der Einsatzflottille 1 ergeben. Ohne entsprechende Hinweise bleibt der Interessenkonflikt eine plausible Möglichkeit, aber keine nachgewiesene Schwäche der bestehenden Organisation.

Minentaucher aus Eckernförde beim Eintauchen unter das Eis eines norwegischen Fjordes.
Minentaucher aus Eckernförde beim Eintauchen unter das Eis eines norwegischen Fjordes. (Bild: Deutsche Marine)

Eine unmittelbare truppendienstliche Unterstellung der Minentaucherkompanie unter die Einsatzflottille 1 hätte demgegenüber einen Vorteil: Die Minentaucherkompanie wäre organisatorisch keinem ihrer drei wesentlichen Bedarfsträger in der Einsatzflottille 1 zugeordnet. Damit wäre ihre übergreifende Verfügbarkeit bereits organisatorisch sichtbar. Ein vergleichbares Prinzip findet sich bei der U.S. Navy: Dort sind maritime EOD-Kräfte in übergeordneten EOD-Groups gebündelt, die mehrere EOD Mobile Units führen und deren Kräfte für unterschiedliche Aufträge bereitstellen.[28] Dieser Vorteil wäre jedoch mit einer Neuordnung bestehender Unterstützungs-, Material- und Personalbeziehungen verbunden. Insbesondere für land- und küstengestützte Einsätze müssten die erforderlichen Unterstützungs-fähigkeiten weiterhin aus geeigneten Verbänden, häufig aus dem Seebataillon, bereitgestellt werden.

Damit verdichtet sich die Frage der künftigen truppendienstlichen Einordnung nun auf zwei weiter zu betrachtende Grundmodelle: entweder den Verbleib der Minentaucherkompanie im Seebataillon oder ihre unmittelbare Unterstellung unter die Einsatzflottille 1.

Das 3. Minensuchgeschwader und das KSM bleiben in beiden Fällen wesentliche Bedarfsträger der Fähigkeit. Als truppendienstliche Grundmodelle werden sie im Folgenden jedoch nicht weiterverfolgt, weil ihre jeweilige Kernaufgabe nur einen sehr spezifischen Ausschnitt des breiten Minentaucher-Auftragsspektrums abbildet. Demgegenüber stehen mit dem Seebataillon als bestehender organisatorischer Heimat und der Einsatzflottille 1 als bedarfsträgerneutraler übergeordneter Ebene zwei grundsätzlich unterschiedliche Organisationslogiken zur Wahl.

Entscheidend ist damit nun weniger, welcher einzelne Verband die Minentaucher „bekommen“ sollte. Maßgeblich ist vielmehr, welches der beiden Grundmodelle besser gewährleistet, dass diese knappe Fähigkeit für den jeweiligen Auftrag an Land und auf See rechtzeitig bereitgestellt, mit den erforderlichen Unterstützungsleistungen ergänzt und über die zuständigen Führungswege verfügbar gemacht werden kann.

Die wesentlichen Vor- und Nachteile dieser beiden weiter zu betrachtenden truppendienstlichen Modelle fasst die nachfolgende Bewertungsmatrix zusammen (Abb. 1). Die nähere Darstellung der beiden Modelle erfolgt dann im weiteren Verlauf der Untersuchung.

Abb. 1: Vergleich der beiden weiter zu betrachtenden truppendienstlichen Unterstellungsmodelle der Minentaucherkompanie (eigene Darstellung). Farbcodierung: Grün = günstig/zweckmäßig, Gelb = eingeschränkt/ bedingt geeignet, Rot = kritisch/nachteilig.
Abb. 1: Vergleich der beiden weiter zu betrachtenden truppendienstlichen Unterstellungsmodelle der Minentaucherkompanie (eigene Darstellung). Farbcodierung: Grün = günstig/zweckmäßig, Gelb = eingeschränkt/ bedingt geeignet, Rot = kritisch/nachteilig. (Bild: Krüger)

Exkurs: Ein Blick zum Heer – Wirkung vor Herkunft

Ein Blick auf die Führungslogik des Deutschen Heeres bietet einen interessanten Vergleich. Im sogenannten Gefecht verbundener Kräfte werden Kräfte unter-schiedlicher organisatorischer Herkunft abhängig von Auftrag und Lage zu Gefechtsverbänden zusammengeführt und unter einer einheitlichen Führung eingesetzt. Auf der übergeordneten Ebene führt und koordiniert die Brigade diese unterschiedlichen Kräfte und Fähigkeiten im Rahmen ihres Auftrags. Entscheidend ist damit die für den Auftrag benötigte Wirkung – nicht der Heimatverband einer einzelnen Fähigkeit.[29]

Der Vergleich zur Einsatzflottille 1 ist organisatorisch nicht völlig fernliegend: Die Bw ordnet Brigade und Einsatzflottille derselben Gliederungsebene zu.[30] Daraus lässt sich allerdings keine bestimmte Führungszuständigkeit der Einsatzflottille 1 ableiten, wohl aber ein organisatorischer Grundgedanke: Nicht die Frage, welchem Verband die Minentaucher dauerhaft „gehören“, sollte im Mittelpunkt stehen, sondern welche Kräfte und Fähigkeiten für den jeweiligen Auftrag benötigt und zusammengeführt werden.

Dass spezialisierte Fähigkeiten grundsätzlich auch unmittelbar auf einer höheren Führungsebene gebündelt werden können, zeigt die Fernspähkompanie 1 des Deutschen Heeres. Sie wurde 2023 unmittelbar der Division Schnelle Kräfte (DSK) unterstellt.[31] Das Beispiel ist kein unmittelbares organisatorisches Vorbild für die Marine, zeigt aber, dass eine solche Bündelung spezialisierter Fähigkeiten grundsätzlich möglich und offensichtlich sinnvoll ist.

Truppendienstliche Heimat und Einsatzführung

Für die weitere Betrachtung sind damit zwei truppendienstliche Grundmodelle von Belang:

  1. Die Minentaucherkompanie könnte als geschlossener spezialisierter Fähigkeitsträger truppen-dienstlich unmittelbar der Einsatzflottille 1 unterstellt werden. Die Kompanie wäre organisatorisch keinem einzelnen ihrer drei wesentlichen Bedarfsträger innerhalb der Einsatzflottille 1 zugeordnet.
  2. Die Kompanie könnte truppendienstlich im Seebataillon verbleiben, während verbindlich geregelt wird, wie die Fähigkeit für Anforderungen anderer Verbände bereitgestellt wird.

Beide Modelle betreffen zunächst nur die truppendienstliche Organisation. Sie entscheiden nicht darüber, wer die Minentaucher in einem konkreten Einsatz priorisiert oder führt. Hier ist zwischen truppendienstlicher Unterstellung, Kräftebereitstellung, operativer Priorisierung, Abstützung und auftragsbezogener Führung zu unter-scheiden. Vereinfacht gesagt: Der Verband, dem die Minentaucher organisatorisch angehören, muss nicht derselbe sein, der sie im konkreten Einsatz führt.

Die Einsatzflottille 1 stellt als Großverband ihre Kräfte und Fähigkeiten einsatzbereit zur Verfügung. Die operative Planung und Führung im gesamten Einsatzspektrum der Bw obliegt dagegen dem Operativen Führungskommando der Bundeswehr (OpFüKdoBw). Die taktische Führung wird auftragsabhängig auf der nachgeordneten Ebene wahrgenommen; bei Marineeinsatzkontingenten kann sie beispielsweise auch beim Marinekommando (MarKdo) in Rostock liegen.[32]

Dabei geht es ausdrücklich nicht um eine „doppelte Unterstellung“. Truppendienstliche Unterstellung, Kräftebereitstellung, Abstützung, operative Priorisierung und auftrags-bezogene Führungsunterstellung sind klar voneinander zu unterscheiden.

Dass organisatorische Heimat und operative Führung nicht identisch sein müssen, zeigt innerhalb der Einsatzflottille 1 selbst bereits das KSM: Das Regiment ist organisatorisch der Einsatzflottille 1 zugeordnet, während die nationale, streitkräftegemeinsame Führung der Spezialkräfte von Heer, Luftwaffe und Marine durch die Abteilung Spezialoperationen des OpFüKdoBw erfolgt.[33] Eine solche Trennung unterschiedlicher Führungs-beziehungen wäre für die Minentaucher daher kein grundsätzlich neues Prinzip.

Für die Minentaucherkompanie folgt daraus: Unabhängig von ihrer truppendienstlichen Heimat muss bereits im Frieden eindeutig geregelt sein, wer die Fähigkeit wie anfordert, wie sie bereitgestellt wird, auf welchem Führungsweg konkurrierende Anforderungen priorisiert werden, wer die Kräfte im konkreten Auftrag führt und welcher Verband die erforderliche Abstützung sicherstellt. Flottillen- oder streitkräfteübergreifende Anforderungen müssen dabei über vorab festgelegte Führungs- und Befehlswege an die bereitstellenden Verbände gelangen.

Gerade unter den Bedingungen von Krise und Krieg – bis hin zur Forderung nach zeitnaher Einsatzbereitschaft, häufig mit „Fight Now“ oder „Fight Tonight“ beschrieben [34] – dürfen diese Beziehungen nicht erst im Einsatz ausgehandelt werden. Was im Friedensbetrieb noch über persönliche Kontakte oder sogenannte „Buddy-Buddy-Absprachen“ funktionieren mag, ist unter Zeitdruck, gestörten Führungsver-bindungen und gegnerischer Einwirkung kein belastbares Führungsmodell. Flexibilität darf im Gefecht nicht mit Improvisation verwechselt werden.

Für einen truppendienstlichen Verbleib der Minentaucherkompanie im Seebataillon sprechen insbesondere die über mehr als ein Jahrzehnt gewachsenen personellen, materiellen und infrastrukturellen Verflechtungen. Hinzu kommt, dass das Seebataillon mit Fähigkeiten bei Mobilität, Logistik, Instandsetzung, sanitätsdienstlicher Versorgung und Sicherung gerade für land- und küstengestützte Einsätze ein wesentlicher Abstützungsverband sein kann.

Eine unmittelbare truppendienstliche Unterstellung unter die Einsatzflottille 1 hätte demgegenüber den Vorteil, dass die Minentaucherkompanie organisatorisch keinem ihrer drei wesentlichen Bedarfsträger zugeordnet wäre. Ein automatischer Vorteil für operative Priorisierung oder Einsatzführung ergäbe sich daraus jedoch nicht, da diese Aufgaben ohnehin auftragsabhängig auf anderen Führungsebenen liegen.

Damit reduziert sich die Entscheidung auf eine zentrale Frage: Gibt es in der heutigen Struktur tatsächliche Fälle oder erkennbare strukturelle Risiken, in denen die Minentaucher-Fähigkeit aufgrund ihrer Einbindung in das Seebataillon nicht rechtzeitig, vollständig oder mit der erforderlichen Unterstützung für einen befohlenen Auftrag bereitgestellt werden kann?

Eine veränderte Unterstellung wäre dabei nur dann zu rechtfertigen, wenn sie die Einsatzwirkung der Minentaucher-Fähigkeit nachweislich verbessert. Organisatorische Erwägungen auf Seiten eines möglichen aufnehmenden Verbandes können hierfür allein kein hinreichender Maßstab sein. Entscheidend muss, wie beim Gefecht verbundener Kräfte, die benötigte Wirkung im Ziel sein, nicht die organisatorische Herkunft oder eine STAN-Frage – also der festgelegten personellen und materiellen Sollgliederung eines Verbandes.

Ist dies nicht der Fall, spricht viel dafür, die gewachsenen Strukturen zu erhalten und insbesondere Anforderungs-, Bereitstellungs- und Unterstützungsverfahren verbindlich festzuschreiben. Bestehen dagegen nachweisbare Defizite, die sich auf diesem Weg nicht beseitigen lassen, wäre auch eine veränderte truppendienstliche Unterstellung zu prüfen.

Unabhängig vom gewählten Modell muss gewährleistet sein, dass die Minentaucher für befohlene Aufträge innerhalb wie außerhalb der eigenen Flottille verfügbar bleiben. Feste Ausbildungs-, Übungs- und Unterstützungsbeziehungen insbesondere zum Seebataillon, KSM und dem 3. Minensuchgeschwader müssen zugleich verhindern, dass diese übergreifende Verfügbarkeit zu einer fachlichen Entkopplung führt.

Vereinfacht gesagt lässt sich das Zusammenspiel deshalb auf folgende Formel bringen: Die Einsatzflottille 1 stellt bereit – die zuständige Führungsebene priorisiert – der jeweilige Einsatzverband führt; die Abstützung erfolgt aus den für den Auftrag geeigneten Verbänden.

Für land- und küstengestützte Operationen dürfte das Seebataillon dabei aufgrund seiner vorhandenen Unterstützungsfähigkeiten häufig eine besondere Rolle spielen.

Die nachfolgende Abb. 2 verdeutlicht deshalb nicht erneut die Bewertung der beiden Organisationsmodelle, sondern visualisiert die Trennung von truppendienstlicher Unterstellung, Kräftebereitstellung und auftragsbezogener Einsatzführung.

Abb. 2: Trennung von truppendienstlicher Unterstellung, Kräftebereitstellung und Einsatzführung der Minentaucherkompanie (eigene Darstellung)
Abb. 2: Trennung von truppendienstlicher Unterstellung, Kräftebereitstellung und Einsatzführung der Minentaucherkompanie. (Bild: Krüger)

Organisation ist auch Personalpolitik

Eine mögliche Neuordnung der Minentaucherkompanie darf allerdings nicht allein unter operativen und logistischen Gesichtspunkten betrachtet werden. Sie berührt unmittelbar die Laufbahnen und Entwicklungsmöglichkeiten der beteiligten Menschen und damit auch Motivation und Personalbindung.

Für die Angehörigen der Kompanie – und mittelbar auch ihre Familien – stellen sich bei jeder Umgliederung sehr konkrete Fragen: Bleiben bisherige Laufbahnwege erhalten? Welche förderlichen Verwendungen stehen künftig zur Verfügung? Kann ein Kompaniechef, der innerhalb des Seebataillons beispielsweise für eine spätere Verwendung im Bataillonsstab vorgesehen war, vergleichbare Verantwortung auch in einer unmittelbar der Einsatzflottille 1 unterstellten Struktur übernehmen? Welche Perspektiven bestehen für Portepeeunteroffiziere und Offiziere nach ihrer Zeit in der Minentaucherkompanie? Und werden Verwendungen außerhalb der neuen Unterstellungsstruktur weiterhin als fachlich anschlussfähig und förderlich anerkannt?

Solche Fragen sind keineswegs nachrangig. Gerade in einer kleinen Spezialisten-gemeinschaft können unklare Karriereperspektiven schnell zu Verunsicherung führen und die ohnehin schwierige Personalbindung und -gewinnung zusätzlich belasten. Eine organisatorisch überzeugende Lösung, die gleichzeitig attraktive Laufbahn- und Entwicklungsmöglichkeiten einschränkt, könnte deshalb langfristig mehr Probleme schaffen, als sie löst.

Sollte nach einer entsprechenden Defizitprüfung tatsächlich eine unmittelbare Unterstellung der Minentaucherkompanie unter die Einsatzflottille 1 oder eine andere organisatorische Neuordnung erwogen werden, müsste parallel ein belastbares Personalentwicklungskonzept geschaffen werden. Förderliche Anschlussverwendungen und Laufbahnen, beispielsweise auch im Seebataillon, im 3. Minensuchgeschwader, im KSM, in der Fähigkeits- und Weiterentwicklung oder im Stab Einsatzflottille 1 müssten weiterhin planbar bleiben. Entscheidend wäre, dass eine neue Unterstellung nicht gleichzeitig zu einer beruflichen Sackgasse führt.

Denn auch hier gilt: Eine Organisationsentscheidung ist nur dann tragfähig, wenn sie nicht nur den Auftrag verbessert, sondern auch den Menschen eine Perspektive bietet, die diesen Auftrag erfüllen sollen.

Never change a running system?

Damit führt die Debatte am Ende wieder zurück zu einer weiteren einfachen wie entscheidenden Frage: Muss eine funktionierende Organisation überhaupt verändert werden? Gerade in einer Phase, in der die Deutsche Marine ihre Einsatzbereitschaft für die LV/BV mit hoher Geschwindigkeit erhöhen muss und Deutschland zugleich einer deutlich verschärften Sicherheitslage gegenübersteht, ist jede Umgliederung mit Reibungsverlusten verbunden. Führungsbeziehungen müssen neu geordnet, Verfahren angepasst, Unterstützungsleistungen neu geregelt und eingespielte Ausbildungs- und Einsatzbeziehungen gegebenenfalls neu eingeübt werden. Dies gilt umso mehr für eine personell knappe Fähigkeit wie die Minentaucher.

Das bekannte Prinzip „Never change a running system“ darf dabei allerdings nicht als Argument gegen notwendige Veränderung missverstanden werden. Auch eine über Jahre bewährte Struktur muss angepasst werden, wenn Auftrag oder Gefechts-feld dies verlangen. Umgekehrt sollte eine Umgliederung aber kein Selbstzweck sein. 

Die Beweislast liegt aber aus Sicht des Autors bei der Veränderung – und sie beginnt mit dem Nachweis eines konkreten Defizits. Eine neue Unterstellung ist nur dann sinnvoll, wenn gezeigt werden kann, dass bestehende Bereitstellungs-, Führungs- oder Unterstützungsverfahren die erforderliche Einsatzbereitschaft tatsächlich beeinträchtigen und eine organisatorische Veränderung einen erkennbaren Vorteil schafft. Zugleich muss gewährleistet sein, dass Einsatzbereitschaft, Ausbildung, Personalentwicklung und eingespielte Unterstützungsbeziehungen während des Übergangs angesichts der gegenwärtigen Sicherheitslage nicht geschwächt werden.

Der damalige stellvertretende Vorsitzende des Deutschen Bundeswehrverbandes, Major André Wüstner, verwies diesbezüglich bereits 2011 auf ein in der Truppe kursierendes Bonmot: „Wir übten mit aller Macht. Aber immer, wenn wir begannen zusammengeschweißt zu werden, wurden wir umorganisiert.“[35] Seine anschließende Feststellung, Reform bedeute stets auch Veränderung und Verunsicherung[36], trifft einen Punkt, der gerade bei einer kleinen „Spezialistengemeinschaft“ nicht unterschätzt werden darf.

Zusammenfassung

Zusammenfassend zeigt die Betrachtung, dass die Minentaucher-Fähigkeit von unter-schiedlichen Verbänden innerhalb und außerhalb der Einsatzflottille 1 sowie bei Bedarf auch streitkräftegemeinsam benötigt wird. Sie darf deshalb nicht zum „Spielball“ einzelner Bedarfsträger werden, sondern muss unabhängig von ihrer truppendienstlichen Heimat für den Gesamtauftrag verfügbar sein. Daraus folgt jedoch nicht zwingend, dass ihre heutige Unterstellung tatsächlich verändert werden muss.

Aus Sicht des Autors spricht die Untersuchung derzeit vielmehr für einen truppendienstlichen Verbleib der Minentaucherkompanie im Seebataillon. Dafür sprechen insbesondere die dort vorhandenen Unterstützungsfähigkeiten, die über mehr als ein Jahrzehnt gewachsenen personellen, materiellen und operativen Verflechtungen sowie die Einbindung der Fähigkeit in die deutsch-niederländische Integration. Voraussetzung ist allerdings, dass verbindlich geregelt und regelmäßig geübt wird, wie Minentaucher für andere Bedarfsträger angefordert, bereitgestellt, unterstützt und in den jeweiligen Einsatzverband integriert werden.

Zeigen sich dagegen konkrete Defizite, muss zunächst geklärt werden, wo diese entstehen: in der truppendienstlichen Organisation, der Kräftebereitstellung, der Befehlsgebung oder der Unterstützungsplanung. Erst wenn sich solche Probleme nicht mit weniger einschneidenden Maßnahmen beheben lassen, wäre eine unmittelbare Unterstellung unter die Einsatzflottille 1 oder eine andere organisatorische Neuordnung konsequent zu prüfen.

Gerade in einer Phase erhöhter Einsatzbereitschaft und wachsender Anforderungen der LV/BV sollte die Einsatzwirkung Vorrang vor organisatorischen Erwägungen haben. Knappe Zeit, Personal und Führungsaufmerksamkeit müssen in erster Linie darauf gerichtet sein, die Minentaucher auch personell einsatzbereit, verfügbar und mit den erforderlichen Unterstützungsfähigkeiten versehen in den Auftrag zu bringen. Eine Umgliederung wäre deshalb nur dann gerechtfertigt, wenn sie hierfür einen nachweisbaren operativen Mehrwert schafft. Auch die organisatorische Größe oder der Wunsch eines möglichen aufnehmenden Verbandes, eine bestimmte Regiments-struktur zu erreichen oder zu vervollständigen, kann für sich genommen kein hinreichender Grund für eine Umgliederung sein.

Möglicherweise braucht die Minentaucherkompanie damit weniger eine neue organisatorische Heimat als klar definierte Kräftepakete, eindeutige Anforderungswege und bereits im Frieden eingeübte Führungs- und Unterstützungsbeziehungen.

Entscheidend ist am Ende nicht die organisatorisch eleganteste Lösung auf dem Papier, sondern diejenige, die im Ernstfall funktioniert. Schon der preußische General und Militärtheoretiker Carl von Clausewitz (1832) brachte diesen Unterschied zwischen Planung und Wirklichkeit auf eine bis heute gültige Formel: „Es ist alles im Kriege sehr einfach, aber das Einfachste ist schwierig.“[37].

Autor: Fregattenkapitän a.D. Arne Björn Krüger war unter anderem Minentaucher und Kampfmittelbeseitiger, Kommandant eines Minenjagdbootes, S3 bei den Spezialisierten Einsatzkräften Marine, Kommandeur der Marineschutzkräfte sowie erster Kommandeur des Seebataillons. Der Namensartikel spiegelt seine persönliche Meinung wider.


[1] Persönliche Mitteilung eines ehemaligen Chefs der Minentaucherkompanie an den Autor; 30.08.2026; Name dem Autor bekannt.

[2] Molloy, Oleksandra: Australian Army Research Centre. Drones in Modern Warfare: Lessons learnt from the War in Ukraine, Occasional Paper No. 29, 2024, S. 33. Im Internet abrufbar unter URL: https://researchcentre.army.gov.au/sites/default/files/241104-Occasional-Paper-29-Lessons-Learnt-from-Ukraine.pdf.pdf (Stand: 29.08.2026).

[3] Vgl. U.S. Marine Corps, Force Design Update, October 2025. Im Internet abrufbar unter URL: https://www.marines.mil/Portals/1/Docs/Force_Design_Update-October_2025.pdf (Stand: 28.08.2026).

[4] Ebd., S. 18.

[5] cmc.marines.mil: STATEMENT OF GENERAL ERIC M. SMITH COMMANDANT OF THE MARINE CORPS ON THE POSTURE OF THE UNITED STATES MARINE CORPS BEFORE CONGRESSIONAL DEFENSE COMMITTEES (12.05.2026). URL: https://www.cmc.marines.mil/Speeches-and-Transcripts/Transcripts/Article/4486636/statement-of-general-eric-m-smith-commandant-of-the-marine-corps-on-the-posture/ (Stand: 28.08.2026).

[6] Deutsche Gesellschaft für Wehrtechnik / Studiengesellschaft: Die SKB und ihre Partner in der Wirtschaft – Führungsunterstützung. Funktionale IT-Sicherheitsarchitektur für Einsätze der Bundeswehr. 18.09.2016, S. 6. Im Internet abrufbar unter URL: https://www.dwt-sgw.de/fileadmin/redaktion/Dokumente/SGW/Berichte/WS_2_Ergebnisbericht_FITSA.pdf? (Stand: 30.08.2026).

[7] Hebbeln, Bastian: Große Sorgen bei den Minentauchern (18.08.2009). URL: https://www.shz.de/lokales/eckernfoerde/artikel/grosse-sorgen-bei-den-minentauchern-40978441 (Stand: 02.08.2026).

[8] Behrendt, Michael: Minentaucher vor dem Untergang. https://www.morgenpost.de/printarchiv/politik/article104783338/Minentaucher-vor-dem-Untergang.html (Stand: 30.08.2026).

[9] bundestag.de: Deutscher Bundestag: Jahresbericht 2016 (58. Bericht). Drucksache 18/10900 (24.01.2017). URL: https://dserver.bundestag.de/btd/18/109/1810900.pdf (Stand: 02.08.2026), S. 9.

[10] reservistenverband.de: RK Hilden-Mettmann, zu Gast bei der Minentaucherkompanie in Eckernförde (13.06.2018). URL: https://www.reservistenverband.de/magazin-die-reserve/minentaucherkompanie-in-eckernfoerde/ (Stand: 30.08.2026); bundeswehr.de: Trainiert für heikle Spezialaufgaben: Die Taucher der Marine (04.06.2026). URL: https://www.bundeswehr.de/de/organisation/marine/aktuelles/spezialaufgaben-schiffs-minentaucher-6106236 (Stand: 30.08.2026).

[11] presseportal.de/ Marine: 50 Jahre Minentaucherkompanie – „nec aspera terrent“ – „Widrigkeiten schrecken nicht“ (18.08.2014). URL: https://www.presseportal.de/pm/67428/2810173? (Stand: 29.08.2026); Witt, Jan M.: Vom Eisentaucher zur grünen Marine. Eckernförde als Garnisonsstadt 1913-2013. In: Leinen Los! Heft 7-8/ 2013, S. 41-43, hier: S. 43.

[12] presseportal.de/ Marine: 50 Jahre Minentaucherkompanie – „nec aspera terrent“- „Widrigkeiten schrecken nicht“ (18.08.2014), URL: https://www.presseportal.de/pm/67428/2810173? (Stand: 02.09.2026).

[13] Margés, Joost: Dreigingen zetten door (o.D.). Interview mit dem Commandant Zeestrijdkrachten, Luitenant-generaal der mariniers Rob Verkerk, in: Alle Hens, 21.12.2015. Im Internet abrufbar unter URL: https://magazines.defensie.nl/allehens/2015/11/01_eindejaars-inteview (Stand: 28.08.2026)

[14] Tweede Kamer der Staten-Generaal: Toekomst van de krijgsmacht, Kamerstuk 33 763, Nr. 104, Brief van de Minister van Defensie, Den Haag, 13. Mai 2016, veröffentlicht am 23. Mai 2016. Im Internet abrufbar unter URL: https://zoek.officielebekendmakingen.nl/kst-33763-104.html? (Stand: 28.08.2026).

[15] presseportal.de/ Marine: Startschuss für deutsch-niederländische Marinekooperation – Gemeinsame Übung mit dem Unterstützungs- und Versorgungsschiff „Karel Doorman“ in Warnemünde (09.03.2026). URL: https://www.presseportal.de/pm/67428/3272355 (Stand: 02.09.2023).

[16] bundeswehr.de: Der Verteidigungsminister an Bord der „Hessen“ (20.02.2024). URL: https://www.bundeswehr.de/de/organisation/marine/aktuelles/verteidigungsminister-fregatte-hessen-eunavfor-aspides-5746602? (Stand: 29.08.2026).

[17] Presse- und Informationszentrum Marine: Sauerländer Minentaucher geht zwei Jahre als Ausbilder zur US-Marine (21.05.2009). URL: https://www.presseportal.de/pm/67428/1409268 (Stand: 29.08.2026).

[18] Rp-online.de: Deutsche Minentaucher im Libanon. Lautlos, unsichtbar, abgetaucht (07.10.2006). URL: https://rp-online.de/politik/deutschland/lautlos-unsichtbar-abgetaucht_aid-17298259 (Stand: 30.08.2026).

[19] bundeswehr.de: Schießausbildung unter sengender Sonne (06.12.2022). URL: https://www.bundeswehr.de/de/auftrag/einsaetze/missionen/abgeschlossene-einsaetze-der-bundeswehr/mali-europaeische-trainingsmission-/eutm-bundeswehr-eu-einsatz-mali/einsatz-gazelle-jsotf-schiessausbildung–5536984? (Stand: 29.08.2026).

[20] bundeswehr.de: BALTIC TIGER – Hafensicherung in Estland (18.10.2022). URL: https://www.bundeswehr.de/de/organisation/luftwaffe/aktuelles/baltic-tiger-hafensicherung-in-estland-5512664? (Stand: 29.08.2026).

[21] bundeswehr.de: Amphibische Operationen: Eine Einführung (28.10.2021). URL: https://www.bundeswehr.de/de/organisation/marine/aktuelles/amphibische-operationen? (Stand: 02.09.2026); bundeswehr.de: In Warteposition für gefährliche Mission: Das Minenjagdboot „Fulda“ (05.05.2026). URL: https://www.bundeswehr.de/de/organisation/marine/aktuelles/minenraeumung-internationale-mission-6097962? (Stand: 02.09.2026); bundeswehr.de: Den Weg bereiten: Die Minentaucher der Marine (08.08.2026). URL: https://www.bundeswehr.de/de/mediathek/den-weg-bereiten-minentaucher-marine-61810? (Stand: 02.09.2026).

[22] shz.de: Minentaucher entdeckten Toten in badischen Baggersee (21.04.2012). URL: https://www.shz.de/lokales/eckernfoerde/artikel/minentaucher-entdecken-toten-in-badischem-baggersee-40806714 (Stand: 29.08.2026);

[23] Bundesregierung.de: Regierungskonferenz vom 30. Juli 2025 (30.06.2026). URL: https://www.bundesregierung.de/breg-de/aktuelles/regierungspressekonferenz-vom-30-juli-2025-2374154? (Stand: 31.08.2026).

[24] bundeswehr.de: Verwendungsbereiche der Marine (22.03.2024). URL: https://www.bundeswehr.de/de/organisation/marine/menschen/verwendungsbereiche-marine? (Stand: 31.08.2026); bundeswehr.de: Trainiert für Heikle Spezialaufgaben: Die Taucher der Marine (04.06.2026).

[25] Vgl. Rudolph, Christin-Désirée: Die Kampfschwimmer der Bundeswehr. Stuttgart 2014, S. 5-23; Flottille der Minenstreitkräfte (Hrsg.): 30 Jahre Flottille der Minenstreitkräfte 1957-1987. Cuxhaven 1987; presseportal.de/ Marine: 60 Jahre Kampfschwimmer – Jubiläum der Bundeswehr-Eliteeinheit aus Eckernförde (08.07.2024). URL: https://www.presseportal.de/pm/67428/5818586? (Stand: 31.08.2026).

[26] Marineamt (Hrsg.): Chance-Karriere-Marine. Heft 3. Marinewaffendienst. Berlin 2003, S. 6-13. Im Internet abrufbar unter URL: https://www.fregatte-koeln.de/Zur_Marine/Laufbahnfibel-Heft-3.pdf (Stand: 31.08.2026).

[27] bundeswehr.de: Verwendungsbereiche der Marine (22.03.2024). URL: https://www.bundeswehr.de/de/organisation/marine/menschen/verwendungsbereiche-marine? (Stand: 31.08.2026).

[28] necc.usff.navy.mil: Navy Expeditionary Combat Command (o.D.). URL: https://www.necc.usff.navy.mil/organization/operational-forces/eod/eod-group-one/ (Stand: 02.08.2026); necc.usff.navy.mil: EOD Mobile Unit 2 Holds Change of Command Ceremony (19.07.2024). URL: https://www.necc.usff.navy.mil/Press-Room/News-Stories/Article-View/Article/3844572/eod-mobile-unit-2-holds-change-of-command-ceremony/ (Stand: 02.09.2026).

[29] bundeswehr.de: „In Bewegung bleiben und schnell Entscheidungen fällen“ (30.08.2024). URL: https://www.bundeswehr.de/de/meldungen/nachgefragt-fuehren-im-gefecht-5830806? (Stand: 30.08.2026); bundeswehr.de: Glossar: Bundeswehr erklärt von A-Z (o.D.). URL: https://www.bundeswehr.de/de/selbstverstaendnis/begriffe-bundeswehr-glossar? (Stand: 30.08.2026); bundeswehr.de: Gemeinsam Kämpfen: Das Gefecht der verbundenen Waffen (03.09.2023). URL: https://www.bundeswehr.de/de/organisation/heer/aktuelles/mit-verbundenen-waffen-5674062? (Stand: 30.08.2026).

[30] bundeswehr.de: „Kompanie, Bataillon, Division: Gliederungsformen der Bundeswehr“ (o.D). URL: https://www.bundeswehr.de/de/organisation/zahlen-daten-fakten/kompanie-bataillon-division (Stand: 28.08.2026).

[31] bundeswehr.de: „Mit der Eins beginnt es – Fernspähkompanie 1 aufgestellt“, (16.06.2023). URL: https://www.bundeswehr.de/de/organisation/heer/aktuelles/fernspaehkompanie-1-aufgestellt-5637528 (Stand: 28.08.2026).

[32] bundeswehr.de: Einsatzflottille 1 (o.D.). URL: https://www.bundeswehr.de/de/organisation/marine/struktur/einsatzflottille-1? (Stand: 30.08.2026); bundeswehr.de: Operatives Führungskommando (o.D.). URL: https://www.bundeswehr.de/de/organisation/operatives-fuehrungskommando-der-bundeswehr/auftrag-und-aufgaben? (Stand: 30.08.2026); bundeswehr.de: Das operative Führungskommando der Bundeswehr (o.D.). URL: https://www.bundeswehr.de/de/organisation/operatives-fuehrungskommando-der-bundeswehr? (Stand: 30.08.2026); bundeswehr.de: Ägäis-Mission jetzt unter Führung des Marinekommandos (22.01.2025). URL: https://www.bundeswehr.de/de/auftrag/einsaetze/marinekommando-fuehrungswechsel-aegaeis-5880940? (Stand: 30.08.2026).

[33] bundeswehr.de: Spezialkräfte in der Landes- und Bündnisverteidigung (16.06.2026). URL: https://www.bundeswehr.de/de/organisation/operatives-fuehrungskommando-der-bundeswehr/auftrag-und-aufgaben/spezialkraefte (Stand: 29.08.2026).

[34] Defence-network.com: „Die Bedrohung durch Russland ist signifikant gestiegen“ (14.05.2025). URL: https://defence-network.com/bedrohung-russland-signifikant-gestiegen/ (Stand: 31.08.2026).

[35] Meyer, Simone: Bundeswehr. „Wir spüren so viel Unruhe wie seit 20 Jahren nicht“ (19.08.2011). URL: https://www.welt.de/politik/deutschland/article13552512/Bundeswehr-Wir-spueren-so-viel-Unruhe-wie-seit-20-Jahren-nicht.html (Stand: 29.08.2026).

[36] Ebd., o.S.

[37] Von Clausewitz, Carl: Vom Kriege. Berlin 2010, S. 45. Im Internet abrufbar unter URL: https://www.clausewitz-gesellschaft.de/wp-content/uploads/2014/12/VomKriege-a4.pdf? (Stand: 31.08.2026).