Seebataillon erweitert amphibische Fähigkeiten

Das Seebataillon der Deutschen Marine und das Korps Mariniers der Königlich Niederländischen Marine intensivieren ihre Kooperation mit dem Ziel, eine gemeinsame amphibische Task Group (ATG) zu entwickeln. Wie das Kommando der Marine weiter mitteilt, zielen zehn Monate Ausbildung darauf ab, die Eckernförder Seesoldaten auf den Status als NATO-Eingreifkräfte – NATO Response Force oder abgekürzt  NRF –  ab 2020 vorzubereiten.

Für dieses Ziel seien im laufenden Jahr internationale Übungen in
verschiedenen Klimazonen und in unterschiedlichem Gelände geplant. So übten laut Mitteilung rund 30 Soldaten des Seebataillons bis Mitte März in Norwegen den Kampf unter arktischen Bedingungen.

Im Mai soll es in den Niederlanden und Deutschland weitergehen. Dort stehen dann Landungsoperationen von Schiffen und der taktische Ablauf amphibischer Einsätze auf dem Programm. Mitte August bis Mitte Oktober folgt laut Planung ein mehrwöchiges Ausbildungsvorhaben, das deutsche und niederländische Soldaten gemeinsam in die Karibik, in den Atlantik und ins Mittelmeer führen wird.

Übungsszenarien werden dem Marinekommando zufolge unter anderem Einsätze zur humanitären Hilfe und Evakuierungsübungen
sein. Die gemeinsame Ausbildung schließt mit der Zertifizierung im Oktober im Rahmen des amphibischen Manövers „Dynamic Mariner“ im Mittelmeer.

Im Seebataillon mit rund 1.000 Soldaten dienen laut Mitteilung Marineinfanteristen, Minentaucher, Boardingsoldaten und Aufklärungskräfte der Marine. Die gut 1.000 Soldaten des Eckernförder Bataillons decken viele Fähigkeiten ab.
lah/12/21.3.2018