Drohnenabwehr-UGV MV-8 Komodo mit Mangart 25 AD-Turm

Kristóf Nagy

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Der kroatische UGV-Hersteller DOK-ING und der slowenische Turmspezialist Valhalla Turrets haben am 21. Oktober 2025 auf der Rüstungsmesse SIDEC (Slovenian Defence Industry Exhibition) in Ljubljana ein neues, unbemanntes Gefechtsfahrzeug (UGV) vorgestellt. Das Fahrzeug mit der Bezeichnung MV-8 Komodo soll insbesondere, aber nicht ausschließlich für die Drohnenabwehr eingesetzt werden.

Das MV-8 Komodo basiert auf DOK-INGs bewährter Plattform für ferngesteuerte Pionier- und Minenräumfahrzeuge. Der 1992 in Zagreb gegründete und ansässige Hersteller DOK-ING ist international bekannt für seine unbemannten Bodenfahrzeuge. Die Palette der möglichen Applikationen reicht vom Räumen von Minen über EOD und Feuerlöschaufgaben bis hin zur Überwachung von Räumen. Über ein Dutzend Streitkräfte haben bereits die UGVs aus kroatischer Fertigung eingeführt. Seit dem Oktober 2024 arbeitet DOK-ING im Rahmen einer strategischen Allianz auch intensiv mit dem Rüstungskonzern Rheinmetall zusammen.

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Die modulare Kettenplattform MV-8 Komodo weist laut Hersteller eine hohe Geländegängigkeit auf, bei einem Leergewicht von 5 Tonnen und einer Nutzlast von bis zu 2 Tonnen. Der hybride Antrieb sorgt für einen leisen Betrieb und reduzierte Signatur bei einer Verlängerung der Einsatzdauer.

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Als Nutzlast bei dem Drohnenabwehr-UGV ist der Mangart 25 AD-Turm des slowenischen Herstellers Valhalla Turrets verbaut. Das Unternehmen mit einem Sitz in einem nördlichen Vorort von Ljubljana hat erstmalig 2016 einen Technologiedemonstrator präsentiert und fertigt den Mangart 25 AD-Turm seit letztem Jahr in Serie. Der ferngesteuerte Turm ist mit einer 25mm-Maschinenkanone des Typs KBD von Rheinmetall und DefendAir-Drohnenabwehrflugkörpern von MBDA Deutschland als Effektor ausgestattet.

Diese Kombination ermöglicht laut dem Hersteller die Bekämpfung sowohl von Luft- als auch Bodenzielen im Nah- und Nächstbereich. Als Munitionsvorrat kann der Turm 400 Patronen 25 x 137mm Munition aufnehmen. Die Doppelgurtzuführung erlaubt dabei einen Munitionsmix, der sich sowohl für die Abwehr von Luftzielen als auch die Bekämpfung von Bodenzielen eignet.

Durch die offene Systemarchitektur sei laut Herstellerangaben auch eine Integration von weiteren Wirkmitteln, wie etwa Panzerabwehrlenkflugkörpern, möglich. Die Sensorik besteht aus HENSOLDT Spexer AESA-Radarpanelen und einer SAFRAN Paseo-Zieloptik. Durch die präzise Stabilisierung der Waffenanlage und Sensorfusion sei zudem eine hochgenaue Zielbekämpfung möglich.

Der MV-8 Komodo setzt den Trend zu unbemannten Bodensystemen fort und integrierter mit der Option zur Detektion und Bekämpfung von Drohnen eine potenzielle Lösung für ein aktuell überaus relevantes Problem. Laut DOK-ING befindet sich das System in einem als vorserienreife Phase bezeichneten Status. Zudem hätten bereits mehrere europäische Streitkräfte, darunter Slowenien und Kroatien, angekündigt eine Testbeschaffungen zu prüfen.

Kristóf Nagy