Light Mobility Vehicle – Großbritannien sucht Nachfolger für Land Rover und Pinzgauer

Waldemar Geiger

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Die britischen Streitkräfte beabsichtigen, im Rahmen des Vorhabens Light Mobility Vehicle (LMV) die Fahrzeugfamilien leichter, geländegängiger Fahrzeuge vom Typ Land Rover Defender und Pinzgauer durch eine neue Radplattform im Rahmen eines Wettbewerbs zu ersetzen. Dies geht aus einer Ausschreibungsbekanntmachung des britischen Verteidigungsministeriums hervor, die am 31. Juli 2026 veröffentlicht wurde.

Wie es in der Bekanntmachung heißt, soll das LMV-Programm eine Reihe von Fahrzeugen umfassen, darunter eine radgetriebene Mehrzweckplattform. „Das Programm wird eine gemeinsame Basisplattform nutzen, um eine Vielzahl von Einsatzrollen innerhalb der Joint Force zu unterstützen, und so die Interoperabilität, Flexibilität und operative Effektivität zu verbessern“, schreibt das britische Verteidigungsministerium.

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Absicht ist es, eine neunjährige Rahmenvereinbarung zu schließen, die optional auf 20 Jahre ausgeweitet werden kann. Der Gesamtrahmen soll eine Fahrzeugflotte von über 9.500 Fahrzeugen umfassen, wobei in einem ersten Schritt jedoch nur ein nicht weiter spezifizierter Anfangsbedarf fest bestellt werden wird.

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Im Rahmen des Vorhabens soll eine Grundplattform eingeführt werden, auf der sich folgende neun Fahrzeugvarianten realisieren lassen:

  • General Purpose Vehicle (Allzweckfahrzeug)
  • Battlefield Ambulance (Sanitätsausfahrzeug)
  • Tactical Mobility Vehicle (Taktisches Einsatzfahrzeug)
  • Utility Vehicle (Nutzfahrzeug)
  • Enhance Protection Vehicle (Fahrzeug mit verstärktem Schutz)
  • Command and Control (Führungsfahrzeug)
  • Equipment Support Vehicle (Unterstützungsfahrzeug)
  • Troop Carrying Vehicle (Truppentransporter)
  • Mission Systems Vehicle (Rüstsatzträger)

Neben der Herstellung und Lieferung der Fahrzeuge werden mehrere Serviceleistungen Bestandteil der Rahmenvereinbarung sein, dazu zählen beispielsweise Entwicklung und Weiterentwicklung, Einsatzunterstützung sowie Schulung.

Wie es in der Bekanntmachung des britischen Verteidigungsministeriums heißt, sollen maximal sieben Anbieter zum Wettbewerb zugelassen werden, deren Fahrzeuge einer Erprobung unterzogen werden. Fahrzeuge, die die Erprobung nicht bestehen, sollen vom weiteren Wettbewerb ausgeschlossen werden. Die tatsächliche Angebotsphase erfolgt erst im Anschluss an diesen Schritt.

Waldemar Geiger