GMF140 – Rheinmetall stellt neue Multi-Domain-Lenkwaffenfregatte vor

Waldemar Geiger

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Mit der GMF140 (Guided Missile Frigate) hat der Düsseldorfer Rüstungskonzern Rheinmetall nun eine Fregatte der nächsten Generation vorgestellt, die eigenen Angaben zufolge, neue Maßstäbe in der Einsatzflexibilität und Kampfkraft setzen soll. Mit ihrer Kombination aus integrierter Luft- und Raketenabwehr, ballistischer Raketenabwehr, leistungsfähiger U-Boot-Abwehr und weitreichenden Präzisionsschlagfähigkeiten soll die GMF140 Rheinmetall zufolge, zu den modernsten und leistungsfähigsten Fregatten ihrer Gewichtsklasse zählen.

Wie der Konzern in einer heutigen Mitteilung schreibt, ist die 140 Meter lange Fregatte für Einsätze in hochkomplexen Bedrohungsszenarien ausgelegt. Die Verdrängung des Kriegsschiffes wird mit über 6.000 Tonnen angegeben.

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Speziell für die sich wandelnden Anforderungen der NATO sowie verbündeter Marinen entwickelt, soll das für internationale Märkte entwickelte Schiff das gesamte Einsatzspektrum moderner maritimer Operationen abdecken. Rheinmetall gibt an, die GMF140 zunächst im Rahmen eines Beschaffungsvorhabens in Nordamerika anbieten zu wollen.

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„Die GMF140 ist für Einsätze in hochkomplexen Bedrohungsszenarien ausgelegt und vereint Fähigkeiten zur Luftverteidigung, ballistischen Raketenabwehr, U-Boot-Bekämpfung sowie zum weitreichenden Präzisionsschlag in einer hochintegrierten, digitalisierten und auf einen reduzierten Personalbedarf ausgelegten Plattform. Das Schiff ist für den weltweiten Hochsee-Einsatz optimiert und eignet sich gleichermaßen für Operationen im Küstenvorfeld sowie für multinationale Einsätze im Bündnisrahmen“, schreibt das Unternehmen.

Wie es in der Mitteilung weiter heißt, ist die Fähigkeit des Schiffs zur Integration modernster US-amerikanischer Primärradarsysteme ein wesentliches Merkmal der GMF140.Diese Systeme sollen den Angaben des Herstellers zufolge eine leistungsfähige Erfassung, Verfolgung und Bekämpfung konventioneller Luftziele ebenso wie von Hyperschallwaffen und ballistischen Flugkörpern ermöglichen. „In Verbindung mit dem bewährten AEGIS Combat System und 64 vertikalen Startzellen (Strike-Length Vertical Launch System) kann die Fregatte das gesamte Spektrum moderner Flugkörper für Luftverteidigung, ballistische Raketenabwehr und Landzielbekämpfung einsetzen. Damit erreicht sie eine Führungs- und Feuerleitfähigkeit, die bislang überwiegend deutlich größeren Überwasserkampfschiffen vorbehalten war“, schreibt Rheinmetall weiter.

Das auf der GMF140 installierte AEGIS Combat System kann dem Unternehmen zufolge mit verschiedenen Führungs- und Waffeneinsatzsystemen, unter anderem mit dem CMS330 Combat Management System von Lockheed Martin, kombiniert werden. Dessen offene, interoperable und skalierbare Architektur soll die nahtlose Integration europäischer Sensor- und Waffensysteme ermöglichen und den gemeinsamen Einsatz innerhalb multinationaler Flottenverbände unterstützen.

Als Multi-Domain-Fregatte verfügt die GMF140 den Angaben des Herstellers nach, über umfassende Fähigkeiten zur U-Boot-Abwehr. Hierzu werden seitens Rheinmetall ein signaturreduzierter Schiffsrumpf, ein integriertes Akustikmanagement, Rumpf- und Schleppsonaranlagen sowie die Fähigkeit zum Einsatz bemannter und unbemannter luftgestützter Systeme europäischer oder US-amerikanischer Herkunft benannt.

Technische Daten der GMF140

  • Länge: 140 Meter
  • Verdrängung: über 6.000 Tonnen
  • Haupteinsatzrollen: Luftverteidigung (Anti-Air Warfare – AAW), ballistische Raketenabwehr (Ballistic Missile Defence – BMD), U-Boot-Abwehr (Anti-Submarine Warfare – ASW) sowie weitreichende Präzisionsschläge
  • Führungs- und Waffeneinsatzsystem: AEGIS Combat System, optional ergänzt durch CMS330
  • Primärradar: US-amerikanisches Luftverteidigungsradar in verschiedenen Ausführungen bis hin zur vollständigen Fähigkeit zur Zielverfolgung ballistischer Flugkörper
  • Vertikales Startsystem: 64 Strike-Length-VLS-Zellen
  • Bewaffnung und Sensorik: Seezielflugkörper, Torpedowerfer, 5-Zoll-Hauptgeschütz, Laserwaffensystem, Sekundärbewaffnung, Nahbereichsverteidigungssystem (CIWS), elektrooptische Sensoren (EO), Systeme der elektronischen Kampfführung (EW), Rumpf- und Schleppsonar sowie Täuschkörpersysteme
  • Flugkörperkompatibilität: Unterstützung des vollständigen Spektrums moderner Flugkörper für Luftverteidigung, ballistische Raketenabwehr und Landzielbekämpfung
  • Konstruktionsphilosophie: Offene Systemarchitektur, hohe Zukunftsfähigkeit sowie NATO-Interoperabilität

Waldemar Geiger