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U-Boot U 35 muss nach Havarie ins Dock

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Nachdem eines der Ruderblätter des X-Ruders bei Manövern im Rahmen der Tiefwassererprobung im Kattegat vor Kristiansand beschädigt wurde, befindet sich das U-Boot U 35 bei TyssenKrupp Marine Systems (TKMS) in Kiel zur Untersuchung. Wie die Marine weiter mitteilte, befand sich das Boot bis zum 15. Oktober in norwegischen Gewässern, um verschiedene Funktionsnachweise zu erbringen.

Einem Bericht der Kieler Nachrichten zufolge musste bereits im Juli das  Schwesterboot U 32 von einer Ausbildungsfahrt nach Norwegen vorzeitig nach Kiel zurückkehren, da ein Schaden an den Batterien aufgetreten war. Bei der Kieler Werft liegen  laut Zeitung jetzt vier der sechs deutschen U-Boote. Darunter sei auch das seit 2014 ausgefallene Boot U 31. Momentan verfüge die Marine über kein einsatzfähiges U-Boot. Ein Marinesprecher bestätigte den Zeitungsbericht.

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Nach Angaben der Marine werden ihr ab Mitte 2018 drei bis vier U-Boote zur Verfügung stehen. Die derzeit eingeschränkte Verfügbarkeit sei unter anderem auf die unvollständige Herstellung der Versorgungsreife zurückzuführen. „Die Versorgungsreife ist hergestellt, wenn ein für die Nutzungsdauer aller U-Boote ausreichender Ersatzteilvorrat vorhanden ist“, schreibt die Marine weiter. Auf das Herstellen der Versorgungsreifen musste die Deutsche Marine nach eigener Aussage während der vergangenen 25 Jahre „des Abschmelzens mit den einhergehenden Sparzwängen“ regelmäßig verzichten.

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Mit den nun eingeleiteten Trendwenden entstehe der notwendige Spielraum bei Rüstungsprojekten, auch die Versorgungsreife zu erlangen. Zudem werde ein Instandsetzungsrahmenvertrag mit der Werft die Planbarkeit von Werftliegezeiten signifikant erhöhen. Diese Maßnahmen werden laut Marine ab November 2018 aller Voraussicht nach dazu führen, dass vier der sechs U-Boote für operative Aufgaben verfügbar seien.
lah/12/19.10.2017