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US Army vergibt Auftrag für neues Radar an Raytheon

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Der US-Rüstungskonzern Raytheon wurde nach eigenen Angaben ausgewählt, um die US-Armee mit ihrem 360-Grad-fähigen Radar der nächsten Generation, dem so genannten Lower Tier Air and Missile Defense Sensor (LTAMDS), auszustatten.

Wie es in einer Mitteilung des Unternehmens weiter heißt, erhält Raytheon über 384 Mio USD, um sechs Prototypen des neuen LTAMDS-Radars im Rahmen eines „Other Transactional Authority U.S. Army Agreement“ zu liefern. LTAMDS sei ein neues Radar, das die aktuellen Patriot-Radare der US-Armee ersetzen werde, schreibt das Unternehmen. Es werde über das Luft- und Raketenabwehr-Netzwerk der US-Armee betrieben werden.

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„Unser von Grund auf neuer Ansatz für LTAMDS untermauert Raytheons Position als weltweit führender Anbieter von Radaranlagen für die Luftverteidigung“, sagte Ralph Acaba, President von Raytheon Integrated Defense Systems. „Patriot ist das weltweit führende und kampferprobte Luftverteidigungssystem und bislang haben 17 Nationen schon 240 Radare von Raytheon erworben.

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Nach Aussage von Ralph Acaba, President von Raytheon Integrated Defense Systems,  werden Patriot-Nutzer vorbehaltlich der Zustimmung der US-Armee die Möglichkeit haben, ihrem Inventar das Active Electronically Scanned Array (AESA)-Radar mit 360-Grad-Fähigkeit hinzuzufügen. Dadurch werde die Lebensdauer ihrer Systeme um Jahrzehnte verlängert.

Raytheons LTAMDS-Angebot sei ein 360-Grad-Radar mit Active Electronically Scanned Array, das auf von Raytheon produziertem Galliumnitrid (GaN) basiert. In den vergangenen zwei Jahrzehnten habe Raytheon erheblich in die AESA-GaN-Technologie und in erweiterte Produktionsfähigkeiten investiert, um das Unternehmen als weltweiten Marktführer in der fortgeschrittenen GaN-Technologie und GaN-Produktentwicklung zu positionieren, schreibt das Unternehmen.

Raytheon bemüht sich im Augenblick in Deutschland darum, im Falle eines Scheiterns der Verhandlungen zwischen dem BMVg und dem Joint Venture aus MBDA und Lockheed Martin zur Beschaffung eines Taktischen Luftverteidigungssystems (TLVS) mit seiner  Patriot-Lösung für TLVS zum Zuge zu kommen. Dem Vernehmen nach sollen sich die Gespräche zwischen dem Bundeswehr-Beschaffungsamt und der TLVS GmbH – nach einer Zurückweisung des Angebots in der Vergangenheit – wieder in die Länge ziehen. Gut informierten Kreisen zufolge muss das Angebot erneut überarbeitet werden, was Spekulationen über die Zukunft des Systems nährt.
lah/12/17.10.2019