Erste für die Luftwaffe bestimmte F-35A Lightning II absolviert Erprobungsflug

Waldemar Geiger

Anzeige

Die erste für die Luftwaffe bestimmte Maschine des Typs F-35A Lightning II, mit der Kennung 35+01, hat ihren Erprobungsflug erfolgreich absolviert. Dies gab die Luftwaffe heute auf ihrem WhatsApp-Kanal bekannt. Das offizielle Rollout des Kampfflugzeugs steht in Kürze bevor.

Die ersten an die Bundeswehr übergebenen Flugzeuge sollen dem Vernehmen nach in den USA verbleiben und dort für die Ausbildung der Piloten genutzt werden. Die Luftwaffe plant früheren Angaben zufolge, acht der 35 Maschinen dauerhaft für Ausbildungszwecke in den Vereinigten Staaten zu belassen. In Deutschland wird die erste F-35A der Luftwaffe erst im kommenden Jahr erwartet, wenn das Taktische Luftwaffengeschwader 33 in Büchel die ersten Maschinen erhalten wird. Ab 2030 soll das Kampfflugzeug den Tornado als Kernwaffenträger ersetzen und die Rolle „nukleare Teilhabe“ wahrnehmen.

Anzeige

Die Bundeswehr hat sich 2022 für die Beschaffung von insgesamt 35 Kampfflugzeugen dieses Typs über ein Regierungsgeschäft mit den USA entschlossen. Der Bau der ersten deutschen Maschine begann jedoch erst Ende 2025, nachdem der US-Rüstungskonzern Lockheed Martin vom F-35 Joint Program Office (JPO) der US-Streitkräfte den Produktionsauftrag für Lose 18 und 19 des Kampfflugzeuges erhalten hatte. Im Rahmen dieser Lose soll Lockheed Martin 296 F-35A bauen und ausliefern, darunter auch die ersten F-35 für Deutschland.

Anzeige

Medienberichten aus dem vergangenen Jahr zufolge soll die Bundeswehr einen Bedarf für rund 15 weitere Maschinen dieses Typs haben. Das Verteidigungsministerium hat diese Berichte seinerzeit jedoch recht „weich“ dementiert, wie hartpunkt berichtete. Dies erfolgte jedoch vor dem Abbruch des trilateralen Entwicklungsvorhabens Future Combat Air System mit Frankreich und Spanien. Beobachter halten es daher für nicht ausgeschlossen, dass es im kommenden Jahr unter Umständen doch noch zur Einleitung einer zusätzlichen Beschaffung kommen könnte.

Platz in Büchel wäre genug vorhanden. Gut informierten Kreisen zufolge sind dort Stellplätze für rund 50 Systeme vorgesehen, damit dürfte noch Platz für 20 bis 25 zusätzliche Maschinen sein.

Waldemar Geiger