Stückpreise russischer Marschflugkörper und ballistischer Raketen veröffentlicht

Waldemar Geiger

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Die russischen Streitkräfte setzen seit der Nacht der Vollinvasion Marschflugkörper und ballistischen Raketen unterschiedlichen Typs ein, um selbst in der Tiefe der Ukraine befindliche Ziele – militärische Einrichtungen, Rüstungsbetriebe, kritische Infrastruktur aber auch zivile Infrastruktur – anzugreifen und zu zerstören.

Nachdem in den letzten Monaten immer wieder ukrainische Rüstungsbetriebe im Fokus russischer Raketenangriffe standen, wurde das Zielspektrum in den letzten Wochen zunehmend auf die ukrainische Gas-Infrastruktur ausgeweitet, so dass die Bedrohung von Versorgungsengpässen bei einem kalten Winter in der Ukraine zunehmend steigt. Ungenügende Anzahl an entsprechenden Luftverteidigungssystemen in Kombination mit Anpassungsmaßnahmen des russischen Raketeneinsatzes führen  zudem dazu, dass immer mehr russischer Marschflugkörper und Raketen ihr Ziel treffen.

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Der ukrainische Geheimdienst warnt bereits seit Jahren, dass das russische Raketenarsenal trotz zunehmenden Einsatzes nicht kleiner wird, weil auch die Produktionskapazitäten der weitreichenden Waffensysteme trotz westlicher Sanktionen sukzessive hochgefahren werden.

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Nun hat das ukrainische Militärfachportal „Militarnyi“ mit Verweis auf vorliegende Beschaffungsdokumente aktuelle Stückpreise russischer Marschflugkörper und ballistischer Raketen mit Lieferzeitpunkt 2024 bis 2027 veröffentlicht.

FlugkörpertypStückpreis im Lieferzeitraum 2024 bis 2027 umgerechnet in US-Dollar
9M728 Iskander-K1,5 Mio. US-Dollar
9M7291,4 bis 1,8 Mio. US-Dollar
3M14 Kalibr2 Mio. US-Dollar
3M-14S2 bis 2,3 Mio. US-Dollar
Kh-1012 bis 2,4 Mio. US-Dollar
9M723 Iskander-M2,4 bis 3 Mio. US-Dollar
9-S-7760 Kinzhal4,5 Mio. US-Dollar
3M22 Zircon5,2 bis 5,6 Mio. US-Dollar

An dieser Stelle sei darauf hingewiesen, dass der Gegenwert eines US-Dollars in Russland ein anderer ist als in Deutschland oder beispielsweise in den USA, so dass beispielsweise ein Eins-zu-eins-Vergleich dieser Zahlen mit Stückpreisen für Abfangflugkörper ein verzerrtes Bild wiedergeben würde.

Waldemar Geiger