CSG erwirbt Industriegelände in Sachsen und will 100 Millionen Euro in Nitroglycerin- und Munitionsproduktion investieren

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Der tschechische Rüstungskonzern CSG hat nach eigenen Angaben über seine deutsche Tochtergesellschaft CSG Energetic Materials Germany GmbH den Erwerb des 57 Hektar großen Industriegeländes Gnaschwitz in der Nähe von Bautzen in Sachsen von MAXAM abgeschlossen.

Im Rahmen der ersten Phase der Standortentwicklung plant CSG, mehr als 100 Millionen Euro zu investieren, um Produktionskapazitäten für Nitroglycerin und Produkte auf Nitroglycerinbasis aufzubauen und gleichzeitig die Herstellung von Munition und Munitionskomponenten auszuweiten, wie aus der Mitteilung hervorgeht.

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Mit der Übernahme will CSG die Marktpräsenz in Deutschland weiter ausbauen und eine vertikal integrierte europäische Wertschöpfungskette für Sprengstoffe und Munition aufbauen.

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Die Investition folgt auf die Übernahme des MSM-Walsrode-Werks in Bomlitz, wo CSG nach eigenen Angaben derzeit die industrielle Nitrocellulose-Produktion um energetische Nitrocellulose für die Munitionsherstellung erweitert.

„Die europäische Verteidigungsindustrie braucht nicht nur größere Produktionskapazitäten für Munition, sondern auch eine zuverlässige Versorgung mit strategischen energetischen Werkstoffen, ohne die keine Munition hergestellt werden kann“, sagte Jan Marinov, CEO von CSG Defence Systems, laut Mitteilung.

Nitroglycerin und andere Produkte auf Nitroglycerinbasis sind laut Mitteilung wichtige Bestandteile bei der Herstellung von zwei- und dreibasigen Treibmitteln, die als Treibladungen für sowohl klein- als auch mittel- und und großkalibrige Munition verwendet werden.

Das Projekt schaffe erhebliche Synergien innerhalb der CSG-Gruppe, insbesondere zwischen den Geschäftsbereichen CSG Medium & Large Calibre und Ammo+. Die Produktion von Nitroglycerin und verwandten Produkten soll sowohl für CSG-Unternehmen als auch für externen Kunden erfolgen. Nach Abschluss der geplanten Projekte sollen am Standort bis zu 125 neue Arbeitsplätze entstehen.

Auch nach Abschluss der geplanten Investitionen werde der Standort über erhebliche Kapazitäten für weitere Erweiterungen verfügen. Die vorhandene Infrastruktur bietet nach Angaben von CSG Möglichkeiten für zusätzliche Projekte, darunter die Montage von Munition mittleren Kalibers, Panzermunition und 120mm-Mörserpatronen, die Herstellung von Munitionskomponenten sowie weitere Aktivitäten im Bereich der Verteidigungsindustrie.
lah