Streitkräfte beschaffen Oshkosh JLTV

Die israelischen Streitkräfte haben zwei Bestellungen für geschützte Radfahrzeuge des Typs Oshkosh Joint Light Tactical Vehicles (JLTV) platziert. Dies gab Oshkosh Defense am 1. Dezember in einer Pressemitteilung bekannt. Die genaue Anzahl der zu liefernden Fahrzeuge aus beiden Aufträgen und der daraus resultierende kumulierte Wert wurde nicht genannt.

Laut der Mitteilung des im US-Bundesstaat Wisconsin ansässigen Unternehmens bestellen die israelischen Streitkräfte im Rahmen des Foreign Military Sale (FMS) Programms der US-Regierung 75 Fahrzeuge. Zudem sollen direkt durch den Staat Israel weitere mehrere Dutzend Fahrzeuge des gleichen Typs geordert worden sein. Das aus dem Future Tactical Truck Systems entstanden Fahrzeug wurde bereits 2006 bei den US-Streitkräften eingeführt und hat seitdem mehrere Entwicklungsstufen durchlaufen. Über die technischen Parameter ist wenig bekannt. Das Fahrzeug weist ein Gewicht von knapp 10,3 Tonnen auf und wird je nach Version von einer Variante des Duramax-Dieselmotors mit 305 PS und 6,6 Liter Hubraum angetrieben. Auch zum Panzerschutz der einzelnen Versionen wurde herstellerseitig nur spärlich kommuniziert. Die beiden am häufigsten gefertigten Versionen mit der Bezeichnung A-Kit, bzw. B-Kit entsprechen jedoch laut Mitteilung von Oshkosh jeweils NATO AEP-55 STANAG Level 1, respektive Level 3.

Tim Bleck, der Senior Vice President der Oshkosh Corporation, hob in der Mitteilung die Bedeutung des Auftrages für das Unternehmen hervor. Demnach blickt man auf mehr als ein Jahrzehnt erfolgreicher Kooperation zwischen den israelischen Streitkräften und Oshkosh zurück. Zudem konnte das Unternehmen vor Kurzem alleine im Monat November im Rahmen des Foreign Military Sale Vertriebserfolge in Höhe von 160 Millionen US-Dollar an Länder wie die Mongolei, Rumänien, Nordmazedonien, Slowenien und die Slowakei vermelden. Auch die US-Streitkräfte bestellten im selben Monat JLTV im Wert von 208 Millionen US-Dollar. Dies ist beachtlich, da die U.S. Army im Februar dieses Jahres einen Rahmenvertrag für fünf Jahre und 20.682 leichte taktische 4×4-Fahrzeuge an das Konkurrenzunternehmen AM General vergeben hatte.
Kristóf Nagy