Rumänien will fast 300 Lynx bei Rheinmetall kaufen

Lars Hoffmann

Anzeige

Die rumänische Regierung plant einem Bericht der Publikation Euronews Romania zufolge den Kauf von 298 Exemplaren des Schützenpanzers Lynx beim deutschen Rüstungskonzern Rheinmetall. Dem Bericht zufolge soll Rheinmetall-CEO Armin Papperger eine entsprechende Vereinbarung mit hochrangigen rumänischen Regierungsvertretern, darunter dem Wirtschats- und dem Verteidigungsminister, getroffen haben. Wie es heißt, ist auch eine lokale Produktion vorgesehen.

Den Angaben zufolge sollen von den 298 Kampffahrzeugen insgesamt 46 in abweichenden Konfigurationen auf dem identischen Chassis geliefert werden. Beobachter gehen davon aus, dass Rumänien auch Interesse am Flugabwehrpanzer Skyranger von Rheinmetall hat, der auf verschiedene Trägerplattformen adaptiert werden kann. Rheinmetall wollte sich auf Nachfrage nicht zu den Berichten äußern.

Anzeige

CEO Papperger hatte erst vor wenigen Tagen bei einer Telefonkonferenz mit Analysten gesagt, dass Rumänien Interesse am Lynx zeige. Neben einem Joint Venture für die Pulverproduktion in dem Land könne es womöglich im ersten Quartal kommenden Jahres ein umfassendes Geschäft mit der rumänischen Regierung geben, das neben Munition auch Panzer und weitere Ausrüstung für die rumänischen Streitkräfte umfasse. 

Anzeige

Beobachter erwarten, dass Rumänien bei der Finanzierung von Rüstungsprojekten auch auf das europäische Finanzinstrument SAFE zurückgreifen wird.

Lars Hoffmann