Raketenartillerie – Griechenland entscheidet sich für PULS

Waldemar Geiger

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Die griechischen Streitkräfte haben sich für die Beschaffung des vom Elbit Systems entwickelten Raketenartilleriesystems PULS (Multi-Purpose Universal Launching System) entschieden. Wie der israelische Rüstungskonzern heute in einer Mitteilung schreibt, wurde das Unternehmen darüber in Kenntnis gesetzt, dass das griechische Parlament und der nationale Sicherheitsrat Griechenlands die notwendigen Haushaltmittel für die Beschaffung der Raketenartilleriesysteme genehmigt haben.

Wie es in der Mitteilung weiter heißt, hängt die erwartete Auftragsvergabe unter anderem vom Abschluss der kommerziellen Verhandlungen mit dem griechischen Verteidigungsministerium ab. Medienberichten zufolge hat das griechische Parlament bereits vor mehr als einer Woche die Beschaffung von 36 PULS-Raketenartilleriesysteme gebilligt. Die Beschaffungssumme soll sich auf rund 650 bis 700 Millionen Euro belaufen.

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Der Mehrfachraketenwerfer PULS des israelischen Rüstungskonzerns Elbit Systems kann eine breite Palette von Artillerieraketen mit einer Reichweite von 12 bis 300 km verschießen. Elbit gibt an, dass das „einzigartige“ Design des PULS viel Wachstumspotenzial biete.

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Das Elbit-Raketenportfolio für den PULS beginnt mit der 122-mm-Rakete vom Typ Accular. Diese hat eine Reichweite von bis zu 35 km und einen 20-kg-Gefechtskopf. Für eine präzise Abstandwirkung jenseits der 100 km hat Elbit die marktverfügbare Extra im Angebot. Die Extra kann Elbit zufolge bis zu 150 km entfernte Ziele bis auf 10 m genau treffen. Das Gewicht des Gefechtskopfes beträgt 120 kg. Neben einer Unitary-Spreng-Splitter-Variante wird auch eine Penetrator-Variante angeboten. Die Predator-Hawk-Rakete kann noch weiter in die Tiefe wirken. Die Rakete hat laut Hersteller eine Reichweite von 300 km und eine Genauigkeit von 10 m. Das Gefechtskopfgewicht beträgt 140 kg.

Neben Griechenland entschieden sich auch Serbien, Dänemark und Spanien für das israelische Raketenartilleriesystem. Spanien nahm jedoch aus politischen Gründen (Gaza-Krieg) später wieder Abstand von der Beschaffung. Auch die Niederlande und Deutschland beschaffen das Waffensystem, welches jedoch im Anschluss auf die Variante Euro-PULS hochgerüstet werden soll. Euro-PULS soll dann unter anderem über ein Feuerleitsystem aus Deutschland verfügen und in der Lage sein, zusätzliche – nicht von Elbit hergestellte – Wirkmittel zu verschießen.

Waldemar Geiger