Der zu RTX gehörende US-Rüstungskonzern Raytheon hat am Dienstag den 14. April einen Vertrag im Volumen von mehr 3,7 Milliarden US-Dollar zur Lieferung von Patriot-Abfangraketen des Typs GEM-T mit der Ukraine unterzeichnet. Finanziert wird das Geschäft zur Lieferung von mehreren Hundert Raketen von der Bundesrepublik Deutschland, wie das BMVg gestern in einer Mitteilung schrieb.
Die neue GEM-T-Produktionsstätte im bayerischen Schrobenhausen soll nach Angaben von Raytheon eine Schlüsselrolle bei der Unterstützung dieses „Direct Commercial Sale“ und anderer Verträge spielen. Die Anlage wird von COMLOG betrieben, einem Joint Venture zwischen Raytheon und MBDA Deutschland.
Man sei darauf vorbereitet, die Kapazitäten der im Aufbau befindlichen Produktionslinie hochzufahren, teilte eine Sprecher von MBDA Deutschland auf Nachfrage von hartpunkt mit. Wie viele Flugkörper für die Ukraine vor Ort produziert werden sollen, konnte er nicht sagen. Gegenwärtig sind 1.000 GEM-T-Flugkörper im Rahmen eines Vertrages mit der NSPA beauftragt, die in Schrobenhausen gefertigt werden sollen. Deutschland ist dabei der größte Einzelkunde. Die Produktion solle Ende des Jahres aufgenommen werden und die ersten Auslieferungen in 2027 erfolgen, sagte der Sprecher.
Raytheon-Präsident Phil Jasper wird in der Mitteilung mit den Worten zitiert: „Raytheon investiert massiv in die Steigerung der GEM-T-Produktion, um die wachsende weltweite Nachfrage zu decken, die durch umfangreiche interne und partnerschaftliche Investitionen, Initiativen zur Erschließung alternativer Bezugsquellen und den Ausbau unserer globalen Lieferkette angetrieben wird.“
Lars Hoffmann

















