Litauen kauft weitere CAESAR-Haubitzen in Frankreich

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Das litauische Verteidigungsministerium hat einen Vertrag über den Kauf von selbstfahrenden Haubitzen des Typs CAESAR Mk II vom französischen Rüstungsunternehmen KNDS France unterzeichnet. Dies sei bereits der zweite Kauf dieser Systeme und gleichzeitig der größte Kauf Litauens aus Frankreich, schreibt das Ministerium. Der Wert des Vertrags belaufe sich auf rund 252 Millionen Euro. Angaben zur Anzahl der zu beschaffenden Haubitzen wurden nicht gemacht. Medienberichten zufolge könnte es sich um 30 Exemplare handeln, nachdem das Land bereits 18 Haubitzen bestellt hatte.

Die 6×6-Radhaubitzen CAESAR Mk II im Kaliber 155mm gehören der Mitteilung zufolge zu den modernsten Artilleriesystemen der Welt und wurden unter realen Kampfbedingungen in der Ukraine getestet. Das modernisierte System, an deren Entwicklung auch Litauen beteiligt war, zeichne sich durch eine verstärkte gepanzerte Kabine, einen leistungsstärkeren Motor, fortschrittliche Steuerungssysteme und eine höhere Widerstandsfähigkeit in komplexen Kampfsituationen aus.

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Gemäß der getroffenen Vereinbarung erhält Litauen nicht nur die Artilleriesysteme selbst, sondern auch ein ganzes Paket an logistischen und integrativen Lösungen: Schulungen, Trainingsgeräte, Ersatzteile. Zusammen mit dem Kauf wurde auch ein Vertrag über industrielle Zusammenarbeit unterzeichnet, wonach KNDS France 12 Millionen Euro in den Bau und die Ausstattung von Reparaturwerkstätten in Litauen investieren wird. Mit dem Kauf der zweiten Tranche CAESAR Mk II werde Litauen nach Frankreich zum zweitgrößten Nutzer dieser Systeme.

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Das Projekt sei in den SAFE-Investitionsplan aufgenommen worden. Ab 2027 werde die in Litauen hergestellte 155-mm-Munition vollständig auf die neu erworbenen Waffen abgestimmt sein, heißt es in der Mitteilung.

Das Artilleriesystem CAESAR 6×6 Mark II nutzt die gleiche 155-mm-Waffenanlage des CAESAR Mark I mit einem 52-Kaliberlängen-Rohr. Somit ist klar, dass das Nachladen des Waffensystems weiterhin im abgesessenen Zustand – somit ohne Schutz der Lade- und Munitionsschützen – erfolgen muss. Zudem ist anhand der veröffentlichten Bilder der Radhaubitze erkennbar, dass das Feuern im abgestützten Zustand erfolgen muss.

Neu hingegen sind Feuerleitsystem und eine mobilitätsgesteigerte Plattform, die zudem Schutz gegen ballistische Bedrohungen (Handwaffen) sowie Ansprengungen und Minen bietet.

Bei der Mark-II-Radhaubitze wird das Renault-Sherpa-Fahrgestell durch ein moderneres 6×6-Fahrgestell des Herstellers Arquus ersetzt. Das Chassis erlaubt eine höhere Nutzlast, was die Integration der geschützten Kabine sowie das Mitführen eines größeren Munitionsvorrates ermöglicht. Ein 460 PS starker Motor bietet im Vergleich zu der Vorgängerversion (215 PS) mehr als die doppelte Antriebsleistung. Neu ist zudem das Automatikgetriebe.
lah